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Neues Zentrum für Proteindiagnostik in Bochum

Dienstag, 11. Juni 2019

Ruhr-Universität Bochum /dpa

Bochum – Ein neues Zentrum für Proteindiagnostik (Prodi) hat die Ruhr-Universität Bochum (RUB) eröffnet. Rund 150 Wissenschaftler des Verbunds „Protein Research Unit within Ruhr“ arbeiten dort fachübergreifend unter einem Dach zusammen.

Ziel ist der RUB zufolge, neue Verfahren zur Diagnostik von Krebs und neurodegene­rativen Erkrankungen möglichst schnell in die Patientenversorgung zu bringen. Dabei geht es um die Analyse von Proteinveränderungen, die diese Krankheiten sehr früh im bereits symptomlosen Zustand anzeigen können, also um die Entdeckung und An­wen­dung von Biomarkern.

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„Prodi setzt in der Proteinforschung neue Maßstäbe und ist für uns ein gewichtiger Beitrag zum Ausbau der Forschungsinfrastruktur in Bochum. Das zieht Kooperations­partner an und beschleunigt den Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis. Die Region profitiert davon“, sagte der RUB-Rektor Axel Schölmerich.

„Die neuen, im Verbund Pure entwickelten Verfahren und Erkenntnisse zu Erkrankun­gen wie Alzheimer, Darm-, Blasen- oder Lungenkrebs sollen künftig noch schneller bei den Patienten ankommen“, betonte Klaus Gerwert, geschäftsführender Gründungs­direktor von Prodi. „Je früher wir solche Erkrankungen erkennen, desto erfolgreicher können sie therapiert werden. Das steigert die Heilungschancen enorm“, so Gerwert.

Der Forschungsbau umfasst vier Etagen mit einer Gesamtnutzfläche von mehr als 4.300 Quadratmetern. Das Gebäude und die Ausstattung sind so konzipiert, dass sich Grundlagenforschung und experimentelle Medizin ergänzen.

Dafür stehen den Wissenschaftlern Forschungsgeräte im Wert von über zehn Millio­nen Euro zur Verfügung – unter anderem Infrarotmikroskope, Massenspektrometer und ein Großrechner für die Analyse von Gewebeproben. Die Proben stammen von Krebs­patienten oder verstorbenen Alzheimerpatienten und lagern in einer Biobank bei minus 80 Grad Celsius. © hil/aerzteblatt.de

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