NewsAuslandLuftverschmutzung wachsendes Problem in Afrika
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Luftverschmutzung wachsendes Problem in Afrika

Mittwoch, 5. Juni 2019

Smog über Kairo, Ägypten /dpa

New York – Todesfälle aufgrund von Luftverschmutzung in Afrika sind nach Angaben von Unicef in den vergangenen Jahrzehnten um 57 Prozent gestiegen. So habe es rund 258.000 Fälle 2017 gegeben, im Jahr 1990 seien es etwa 164.000 gewesen, heißt es in einem heute in New York vorgestellten Unicef-Report.

Besonders gefährdet seien Kinder: Nur sechs Prozent der Mädchen und Jungen in Afri­ka lebten in Regionen, in denen Luftverschmutzung verlässlich auf Bodenhöhe gemes­sen werde. Die Zahl solcher Messungen müsse erhöht werden, um gegen den „leisen Mörder“ Luftverschmutzung anzugehen.

Anzeige

Dies sei in anderen Teilen der Welt bereits der Fall. Wenn Babys und kleine Kinder ver­schmutzte Luft einatmeten, könne dies Schäden an ihrem Hirngewebe und ihren Lungen verursachen. Der Studie zufolge ist Luftverschmutzung in Afrika eine wachsende He­raus­forderung. Solange aber keine flächendeckenden verlässlichen Messungen vorlä­gen, könnten Gefahren unterschätzt werden, so das UN-Kinderhilfswerk.

Um Luftverschmutzung zu reduzieren, ruft Unicef Regierungen etwa dazu auf, in erneu­er­bare Energien zu investieren und einen erschwinglichen Zugang zu öffentlichen Ver­kehrsmitteln zu gewährleisten. Außerdem sollten sich Quellen von Luftverschmutzung nicht in der Nähe von Schulen und Krankenhäusern befinden. „Wenn giftige Luft die Entwicklung unserer Kinder hemmt, hemmt sie zugleich unsere gesellschaftliche Ent­wicklung“, warnte Unicef-Exekutivdirektorin Henrietta Fore. © kna/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #715180
DrSchnitzler
am Sonntag, 9. Juni 2019, 18:32

... und schon wieder: ZUM NARREN GEHALTEN !?!

Einen Aspekt hätte ich noch:
WENN zuträfe, dass es "keine Untergrenze" der Schädlichkeit gäbe (3, s.u.), und gleichzeitig kein Ort auf diesem Planeten mit "null" Feinstaub existiert (1), dann "verkürzt jeder Atemzug das Leben". Was sonst?

DANN aber "lebt ewig, wer nicht atmet".
DANN aber "stirbt man um so früher, je länger man lebt".

Und einen derartigen UNFUG bringt man ERNSTHAFT unter die Leute?
FREMDSCHÄMEN. Es ist an der Zeit für VERNUNFT!

@Practicus:
Natürlich haben Sie völlig recht (und machen Ihrem Namen alle Ehre)! In Afrika gibt es mit Sicherheit völlig unhaltbare Zustände, und das Geld für "Messstationen" wäre ANDERS mit Sicherheit besser angelegt (nur als Idee: könnte man bspw. so etwas wie Camping-Gaskocher verteilen?).
Avatar #79783
Practicus
am Sonntag, 9. Juni 2019, 14:48

Liebe WHO

Afrikas Problem sind zuviele Menschen, die zudem noch alle in die Städte drängen. Messungen ändern daran NICHTS. Solange die Bevölkerung allen Versuchen, die Infrastruktur zu verbessern, einfach davon wächst, wird die Luftverschmutzung steigen.
In Slums wird nun mal auf offenem Feuer gekocht und Müll landet auf der Straße und wird dort verbrannt, Straßen sind unbefestigt...
Messen mach nur dann Sinn, wenn es irgendwelche Möglichkeiten gibt, die Luuftverschmutzung zu begrenzen - außer die Menschen sterben zu lassen!
Avatar #715180
DrSchnitzler
am Sonntag, 9. Juni 2019, 12:39

... und schon wieder: ZUM NARREN GEHALTEN !?!

Liebe UNICEF, WHO und assoziierte "Experten",

lassen wir doch bitte niveaulose Aussagen wie "leiser Mörder" beiseite.

Man WIDERLEGE bitte den Satz:
===========================
"Je HÖHER die Dosis eines (zB Gift-) Stoffes, desto ZUVERLÄSSIGER seine Wirkung" (vgl. Paracelsus).

Sollte das nicht zu widerlegen sein (wie denn, bitte?), folgt daraus:
"Je NIEDRIGER die Dosis, um so UNZUVERLÄSSIGER eine Wirkung."

Im Grenzfall (Dosis gegen NULL) geht dann also – nach hiesiger Auffassung: UNWIDERLEGBAR – die UNZUVERLÄSSIGKEIT einer Wirkung gegen UNENDLICH (=> "reziproke" Beziehung zwischen Dosis und Zuverlässigkeit der Wirkung. WAS DENN SONST, bitte?).

Und jetzt – ÜBERRASCHUNG !!! – betrachten wir doch mal (pars pro toto) eine typische Darstellung aus der "Feinstaubszene" (1, Abb. 1): die dargestellte statistische UNSICHERHEIT ist PROPORTIONAL (!!!) zur DOSIS.

********************************************************************
Bei einer Feinstaubkonzentration von (nahe) NULL soll die "statistische Sicherheit" AM GRÖSSTEN sein.

Also: (nahe) NULL FEINSTAUB TÖTET ABSOLUT ZUVERLÄSSIG.

Auf DIE Erklärung bin ich jetzt aber mal gespannt ...

********************************************************************

ODER ABER: hätte ich jetzt etwas VÖLLIG MISSVERSTANDEN?
Ist die (hier gemeinte) "Epidemiologie" in Wahrheit quasi der Versuch einer "ultimativen Rechtfertigung der HOMÖOPATHIE" (=> "je geringer die Dosis, desto größer/sicherer die Wirkung")? Mit allem schuldigen Respekt, und es mag nun wirklich jeder glauben an was er will: DANN ABER wäre jeder Bezug auf "Naturwissenschaft" reiner "Etikettenschwindel" (2).

Abgesehen davon ist NULL NICHT EINS (1, Abb 1, mit f(X = 0) = 1): man widerlege also bitte – und nach der selbst frei gewählten Systematik – die Hypothese, dass möglicherweise ALLE Menschen (auch) am Feinstaub (immer gleichsinnig: "Luftverschmutzung") sterben, (selbst) wenn Feinstaub (nahe) NULL ist (»... eines Schwellenwerts möglich, unterhalb dessen keine Gesundheitseffekte zu erwarten sind«; 3).

Wenn man aber die WAHRE Unsicherheit (diese KANN nahe NULL nur nahe "unendlich" gehen; was denn sonst, bitte?) berücksichtigt, ist – rein abstrakt betrachtet – keinesfalls ausgeschlossen, dass ALLE Menschen (auch) "am Feinstaub sterben". "MEHR ALS ALLE" ist dann aber schon denklogisch nicht nachvollziehbar, ein "relatives" Risiko (relativ ZU WAS, bitte?) ÜBER EINS ergibt dann KEINEN SINN (immer bezogen auf den hier angesprochenen Dosisbereich, also unterhalb "klinisch" nachvollziehbarer Effekte).

Man widerlege also bitte: allzu selbstsichere (!) Angaben wie oben dargestellt sind DEM GRUNDE NACH "frei erfunden".

Und jetzt BITTE keine "Schein-" oder "Totschlagargumente" wie "peer review", "Schwarmintelligenz" (98% aller Experten) oder "70.000 Studien" (bei mir klingeln da eher "alle Alarmglocken"). Wie formulierte noch Prof. Jochen Marotzke, Direktor des Max-Planck-Institutes für Meteorologie, zum Thema "Klimawandel": »Wir bewegen uns am Rande dessen, was wir verstehen« (4).

Was wahr ist, muss wahr bleiben. Das gilt gleichermaßen für den Unterzeichner für den Fall eines unbeabsichtigten (!) Irrtums!

Man kann sich trefflich über "vorstellbare Risikofaktoren" unterhalten, aber doch nicht über "feststehende TATSACHEN". Letzteres IST UND BLEIBT Domäne "klinischer Forschung" (zB BEWEISE man bitte, dass eine WEITERE Reduktion von Feinstaub TATSÄCHLICH zu einer Reduktion von Todesfällen führt), und nicht irgendwessen "vom grünen Tisch aus".

UNBENOMMEN (und AUSDRÜCKLICH zugestanden) aller ehrenwerten Absichten: Wissenschaft DARF NICHT "instrumentalisiert" werden!

_____________
Der Unterzeichner stellt ausdrücklich klar, dass a) kein Interessenkonflikt besteht, und b) auch für ihn der Schutz menschlichen Lebens unverhandelbar ist.

MfkG Dr. A. Schnitzler, FAfIM, Lüneburg


Quellen
1. Burnett R, Chen H, Szyszkowicz M et al.: Global estimates of mortality associated with long-term exposure to outdoor fine particulate matter. Proc Natl Acad Sci U S A 2018; 115: 9592-9597. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30181279

Direkter Link zur Grafik:
https://www.pnas.org/content/115/38/9592/tab-figures-data

2. Anlauf M, Aust N, Bertelsen H-W et al.: Münsteraner Memorandum Homöopathie. http://www.muensteraner-kreis.de/media/MunsteranerMemorandumHomoopathie2018-03-14.pdf (09.05.2019)

3. Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften: Ad hoc-Stellungnahme Saubere Luft - Stickstoffoxide und Feinstaub in der Atemluft: Grundlagen und Empfehlungen. https://www.leopoldina.org/uploads/tx_leopublication/Leo_Stellungnahme_SaubereLuft_2019_Web.pdf (09.06.2019)

4. Sewig C: „Ich erhoffe mir Argumente“ – Bundesaußenminister Heiko Maas besucht die Klimaforschung in Hamburg - und bittet um geistige Munition für den Weltsicherheitsrat. https://www.welt.de/print/welt_kompakt/hamburg/article193925679/Ich-erhoffe-mir-Argumente.html (22.05.2019)

LNS

Nachrichten zum Thema

13. Juni 2019
Research Triangle Park/North Carolina – Frauen, die nachts künstlichen Lichtquellen ausgesetzt waren, nahmen in einer prospektiven Beobachtungsstudie in JAMA Internal Medicine (2019; doi:
Künstliches Licht in der Nacht könnte Adipositasrisiko erhöhen
7. Juni 2019
Augsburg – Die Grünen haben angesichts neuer Zahlen zur Pestizidbelastung des Grundwassers die Regierungskoalition scharf kritisiert. „Die Bundesregierung duldet die schleichende Vergiftung unseres
Grüne mahnen wirksames Handeln gegen Pestizide im Grundwasser an
6. Juni 2019
Victoria/Kanada – Der durchschnittliche erwachsene Amerikaner nimmt im Verlauf eines Jahres zwischen 39.000 und 52.000 Plastikpartikel mit der Nahrung auf. Die Exposition steigt auf 74.000 bis 121.000
Mikroplastik: Studie berechnet Aufnahme über Nahrung und Atmung
3. Juni 2019
Genf – Die Vereinten Nationen (UN) haben mit drastischen Worten vor den gesundheitlichen Auswirkungen verschmutzter Luft gewarnt. Der „lautlose Killer“ sei Jahr für Jahr für den vorzeitigen Tod von
Vereinte Nationen beklagen zu wenig Aufmerksamkeit für Luftverschmutzung
31. Mai 2019
Los Angeles – Bayer steht neuer rechtlicher Ärger wegen der US-Tochter Monsanto ins Haus. Der Landkreis Los Angeles reichte gestern beim zuständigen kalifornischen Bundesbezirksgericht Klage wegen
US-Klage gegen Monsanto wegen Umweltschäden
22. Mai 2019
Los Angeles – Die Umweltgesetzgebung in Kalifornien der letzten beiden Jahrzehnte hat offenbar Wirkung gezeigt. Mit der geringeren Belastung der Luft durch Stickoxide und Feinstaub ist die Zahl der
Kalifornien: Rückgang von Asthmaerkrankungen bei Kindern dank sauberer Luft
16. Mai 2019
Schwerin – Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat zu einem sparsameren Umgang mit Medikamenten aufgerufen, weil deren Rückstände in die Gewässer gelangen. Fließ- und
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER