NewsVermischtesBevölkerung nur zum Teil offen für Roboter und KI im Krankenhaus
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Bevölkerung nur zum Teil offen für Roboter und KI im Krankenhaus

Freitag, 7. Juni 2019

/dpa

Ludwigshafen – Die Bevölkerung in Deutschland ist nur zum Teil aufgeschlossen für neue technische Lösungen im Klinikalltag, zum Beispiel für eine digitale Priorisierung von Notfällen oder dem Einsatz von Robotern bei administrativen Aufgaben, der Überwachung von Vitalwerten und der Medikamentenvergabe. Das berichtet die pronova-Betriebskrankenkasse auf der Basis einer Befragung von 1.000 Erwachsenen in Deutschland. 

Danach sprechen sich 36 Prozent der befragten Personen dafür aus, eingehende Fälle in den Notaufnahmen der Kliniken künftig von Robotern nach Dringlichkeit vor­selektieren zu lassen, zum Beispiel über ein Terminal mit „virtuellem Arzt“ im Anmel­debereich. Ein Drittel würde auch eine 24 Stunden erreichbare virtuelle Erstberatung nutzen, die man außerhalb von Praxiszeiten bei medizinischen Fragen konsultieren kann, zum Beispiel als Onlineanwendung.

Anzeige

Für die Übertragung von administrativen Aufgaben an einen digitalen Helfer sprechen sich 55 Prozent der Befragten aus, zum Beispiel für die Dokumentation abrechenbarer Leistungen für Krankenkassen oder die Vervollständigung und Aktualisierung der elektronischen Patientenakte.

Vier von zehn Befragten befürworten die Zusammen­stellung und Vergabe von Medika­menten durch Roboter – verbunden mit der Erwartung, dass damit Fehler ausge­schlossen werden. Verbandswechsel und Wundversorgung würde ein Drittel der Pa­tien­ten durch einen Roboter vornehmen lassen.

Bei der Durchführung von Operationen hört die Offenheit der Bevölkerung für tech­nische Unterstützung im Klinikalltag allerdings auf: Drei Viertel lehnen komplett von Robotern durchgeführte Operationen ab. Die Überwachung von Vitalfunktionen wäh­rend einer Operation durch einen Roboter würde aber eine Mehrheit von 54 Prozent akzeptieren.

„Robotertechnik und künstliche Intelligenz können den Klinikalltag künftig in vielen Bereichen erleichtern“, sagte Lutz Kaiser, Vorstand der pronova BKK. Junge Befragte zwischen 18 und 29 Jahren stünden dem Einsatz von Robotern im Gesundheitswesen besonders offen gegenüber. In nahezu allen abgefragten Tätigkeitsbereichen liegt der Anteil der Befürworter laut der Kasse mindestens fünf Prozent über dem Durchschnitt. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

20. Juni 2019
München – Eine Open-Access-Plattform „Kipoi“ mit Algorithmen zum maschinellen Lernen in der Genomforschung haben Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) zusammen mit Forschern
Open-Access-Plattform bietet Wissenschaftlern neue Algorithmen zur Genomforschung
19. Juni 2019
Berlin – Markus Leyck Dieken soll neuer Chef der gematik – Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte werden. Die Antikorruptionsorganisation Transparency International Deutschland
Transparency kritisiert Spahns Pläne für gematik-Chefposten
19. Juni 2019
Birmingham/Alabama – Die Fachverbände der US-Radiologen gehen davon aus, dass Computerprogramme in Zukunft einen Teil ihrer Arbeit übernehmen werden. In Radiology (2019; 291:781-791) und im Journal of
In der Radiologie führt kein Weg an künstlicher Intelligenz vorbei
18. Juni 2019
Berlin – Die katholischen Krankenhäuser in Deutschland haben Bund und Ländern zu einem Investitionsprogramm für die Digitalisierung im Krankenhaus aufgerufen. In führenden Wirtschaftsbranchen wie der
Krankenhausverband wünscht sich Investitionsschub für Digitalisierung
18. Juni 2019
Berlin – Ärzte und ihre Verbände müssen bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens „unbedingt“ in die Prozesse mit einbezogen werden. Nur so könne sichergestellt werden, dass Lösungen etabliert
Hausärzte wollen bei Digitalisierung intensiver beteiligt werden
18. Juni 2019
Berlin – Der Praxissoftwarehersteller Medatixx hat damit begonnen, die elektronische Gesundheitsakte von Vivy in einem Pilotprojekt in seine Software einzubinden. Das haben Vivy und Medatixx heute
Medatixx bindet elektronische Gesundheitsakte von Vivy ein
17. Juni 2019
Berlin – Der Arzt und Pharmamanager Markus Leyck Dieken soll neuer Geschäftsführer der gematik – Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte werden. Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER