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Uniklinikum Schleswig-Holstein fordert mehr Geld vom Land

Mittwoch, 5. Juni 2019

/dpa

Kiel – Schleswig-Holsteins Universitätsklinikum verlangt vom Land höhere Zuschüsse. Angesichts von Kostensteigerungen in den vergangenen Jahren müsse es für For­schung und Lehre jährlich 50 Millionen Euro mehr geben, heißt es in einem Schreiben der UKSH-Spitze an Wissenschafts-Staatssekretär Oliver Grundei. Zunächst hatten die Lübecker Nachrichten berichtet.

Das Klinikum fordert zudem eine stabile Investitionsquote, „um auch künftig eine mo­derne apparative Ausstattung sicherzustellen“. Das Ärzte- und Pflegepersonal sowie die Fach- und Oberarztquote müssten erhöht werden.

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In dem Brief verweist das UKSH auf den besonderen Rang der Universitätsmedizin. Diese sollte nicht nur unter dem Kostenaspekt betrachtet werden. Zeitgemäße Versor­gung der Bevölkerung und international anerkannte Forschung bedeuteten ein großes Potenzial für das Land.

Die Universitätsmedizin leide aber seit Jahren an dramatischer Unterfinanzierung. So hätten die Zuschüsse für Forschung und Lehre 2018 mit 132,6 Millionen nicht einmal das Niveau von 2005 erreicht (133,6 Millionen) – trotz Kostensteigerungen und erhöhter Anforderungen.

Zu den Folgen gehörten verschärfte Arbeitsverdichtung und fehlende Möglichkeiten, junge Ärzte forschen zu lassen. Wegen des Mangels an Pflegekräften würden regel­mäßig Betten gesperrt. Auch müssten geplante Spezialeingriffe, „die für eine ökono­misch positive Bilanz nötig wären“, häufig abgesagt werden.

Das Ministerium wollte sich in der Sache nicht äußern. Man sei im regelmäßigen Aus­tausch und in Vorbereitung des Haushalts 2020 werde es ein Konzept geben, sagte ein Sprecher. Kritik am Land kam aus der SPD. „Wenn man einen Maximalversorger in der Krankenversorgung haben will, muss man ihn eben auch richtig ausstatten“, sagte die Finanzpolitikerin Beate Raudies den Lübecker Nachrichten. © dpa/aerzteblatt.de

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