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Hochschulen

Ermittlungen gegen etwa 100 Studierende in Attestaffäre

Donnerstag, 6. Juni 2019

/dpa

Stuttgart – Knapp ein Jahr nach den massenhaften Krankmeldungen an der Stuttgar­ter Universität Hohenheim ermittelt die Staatsanwaltschaft Stuttgart mittlerweile gegen etwa 100 Studierende. Das teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gestern mit. Die Studierenden stehen im Verdacht, zu Unrecht ausgestellte Atteste benutzt zu haben. Zuvor hatten die Stuttgarter Zeitung und die Stuttgarter Nachrichten darüber berichtet.

Den Studierenden droht demnach eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr. Der Fall kam ins Rollen, als die Stuttgarter Hochschule darauf aufmerk­sam wurde, dass bei einer Klausur im Mai vergangenen Jahres zahlreiche Studie­ren­de nahezu gleichlautende Krankschreibungen vom selben Arzt hatten.

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Der Mediziner wird verdächtigt, falsche Atteste ausgestellt zu haben. Seit Juli 2018 ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Mann. Es bestehe der Verdacht, dass er möglicherweise 145 falsche Gesundheitszeugnisse ausgestellt haben könnte, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft gestern. Die Zahl sei deshalb so hoch, da manche Studenten mehrere Atteste von dem Mediziner ausgestellt bekommen hatten.

Ob an den Arzt womöglich Geld geflossen sei, sei unter anderem Gegenstand der laufenden Ermittlungen, wie die Anklagebehörde mitteilte. Dem Arzt droht demnach – für jedes womöglich falsch ausgestelltes Attest – eine Geldstrafe bis zu 360 Tages­sätzen oder eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren. © dpa/aerzteblatt.de

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