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Alabama plant chemische Kastration verurteilter Kinderschänder

Donnerstag, 6. Juni 2019

/jimbophotoart, stockadobecom

Washington – Im US-Bundesstaat Alabama ist ein Gesetz zur chemischen Kastration verurteilter Kinderschänder verabschiedet worden. Wegen sexueller Vergehen an Min­derjährigen verurteilte Häftlinge sollen nur dann vorzeitig unter Bewährung aus der Haft entlassen werden, wenn sie sich einer solchen medizinischen Behandlung unter­ziehen, beschloss das Regionalparlament.

Dem Gesetz muss noch die republikanische Gouverneurin Kay Ivey zustimmen. Sie hatte bereits ihre Unterstützung signalisiert. Die Regeln sollen für Täter ab dem Alter von 21 Jahren gelten, die Minderjährige unter 13 Jahren missbraucht haben. Die vor­gesehenen Medikamente senken den Testosteron­spiegel der Verurteilten, die auch die Kosten für die Behandlung tragen müssen.

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Sie sollen verpflichtet werden, sich der Behandlung so lange zu unterziehen, bis ein Gericht diese als nicht mehr nötig ansieht. Setzt der Verurteilte die Medikamente eigenständig ab, muss er zurück ins Gefängnis. „Sie haben ihre kleinen Opfer für das Leben gezeichnet. Deshalb sollte die Strafe ihrem Verbrechen entsprechen“, sagte der Initiator des Gesetzes, der Abgeordnete Steve Hurst, dem Lokalradio Wiat.

Ähnliche Regeln gibt es bereits in mehreren anderen US-Bundesstaaten, darunter Ka­li­fornien und Florida. In Texas können sich Verurteilte einer chirurgischen Kastration unterziehen. Die chemische Kastration ist jedoch wegen möglicher Nebenwirkungen umstritten. Auch Menschenrechtler kritisieren die Praxis © afp/aerzteblatt.de

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