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Deutschlands Kinder sind gesund

Donnerstag, 6. Juni 2019

/YuliyaKirayonak, stockadobecom

Berlin – Der Gesundheitszustand der Kinder in Deutschland ist ihren Eltern zufolge überwiegend gut oder sehr gut. Das erklärten 96 Prozent von 1.000 Müttern und Vätern, die das Forschungsinstitut Forsa im Auftrag der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände zwischen Februar und März 2019 befragt hat.

Nur vier Prozent der Befragten antworteten, ihren Kindern gehe es mittelmäßig. Das Ergebnis hat sich im Vergleich zur letzten Befragung vor zehn Jahren kaum verändert. Allerdings gaben 19 Prozent der Eltern an, ihr Kind leide unter einer chronischen Erkrankung. Auch dieser Wert blieb nach Auskunft von ABDA-Vizepräsident Mathias Arnold über die Jahre nahezu konstant.

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Hohe Zufriedenheitsraten gibt es auch mit Blick auf die Gesundheitsversorgung der Kinder. 87 Prozent der Befragten hielten sie für sehr gut oder gut, neun Prozent be­zeichneten sie als befriedigend und zwei Prozent als ungenügend. Diese Zahlen be­ziehen sich auf diejenigen Kinder, die als gesund beschreiben werden.

Bei Kindern, deren Gesundheitszustand eher mittelmäßig bis schlecht ist, zeigten sich die Eltern unzufriedener mit der Gesundheitsversorgung. Hier beurteilten 64 Prozent die Versorgung als sehr gut oder gut. 21 Prozent hielten sie für befriedigend und 15 Prozent für ungenügend.

Weniger als drei Kilometer bis zur Arztpraxis

Ist ein Kind akut erkrankt, suchen 69 Prozent der Befragten einen Kinderarzt auf und 29 Prozent einen Hausarzt. Ein Prozent der Kinder wird einem Facharzt vorgestellt oder nicht zum Arzt gebracht. Auch mit der Erreichbarkeit der Ärzte können die Eltern zufrieden sein. Insgesamt müssen 49 Prozent weniger als drei Kilometer bis zur nächsten Arztpraxis zurücklegen.

Differenziert nach Großstadt und ländlichem Raum gibt es Unterschiede. In der Groß­stadt ist die Arztpraxis für 67 Prozent der Befragten weniger als drei Kilometer ent­fernt, auf dem Land für 38 Prozent. „Zurzeit scheint die flächendeckende Versorgung mit Haus- und Kinderärzten noch sichergestellt zu sein“, kommentierte Arnold das Umfrageergebnis.

Ähnlich sei die Situation auch bei den Apothekern. Angesichts der Altersstruktur von Praxis- und Apothekeninhabern stelle sich jedoch die Frage, ob das auch in zehn Jahren noch der Fall sei, wenn nicht gegengesteuert werde.

Hohe Zufriedenheitswerte erreichten bei der Umfrage auch die Apotheker. 91 Prozent der Befragten erteilten ihrer Apotheke die Schulnote „sehr gut“ oder „gut“. Zudem nutzten Eltern Apotheken noch häufiger als Arztpraxen. 78 Prozent der Eltern hatten in den vergangenen zwölf Monaten eine Apotheke aufgesucht gegenüber 72 Prozent, die mit dem Kind einen Arzt aufsuchten.

Die Befragungsergebnisse veröffentlichte die ABDA anlässlich des Tages der Apo­theke, der jedes Jahr am 7. Juni stattfindet. Er steht diesmal unter dem Motto „Rich­tige Medikation für Kinder“. © HK/aerzteblatt.de

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Avatar #106048
Splettstösser
am Donnerstag, 11. Juli 2019, 14:06

nunja....

Messen Sie doch mal den Vitamin D Spiegel Ihres Kindes. Oder Machen Sie einen Stuhltest auf Darmflora. Der Großteil der Kinder einschl. Jugendliche ernähren sich einseitig und sehr zuckerlastig. Hier wird bereits der Grundstein für die typischen Zivilisationskrankheiten gelegt. Autoimmunerkrankungen, Autismus, ADS und später Demenz steigen mit exponentieller Entwicklung an.
Zwei Tipps am Schluß. Meiden Sie Fluor-haltige Zahnpasta für die Kinder. Auf die Haut sollte nur das, was man auch essen würde. Das gilt auch für Sonnenschutz-Creme.
LNS

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