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Politik

Verband warnt vor schlechterer Notfallversorgung auf dem Land

Donnerstag, 6. Juni 2019

/dpa

Berlin – Angesichts der geplanten Reform der medizinischen Notfallstrukturen hat der Katholische Krankenhausverband Deutschlands (kkvd) vor einer schlechteren Versor­gung auf dem Land gewarnt.

Die Unterschiede zwischen Ballungsgebieten und ländlichen Räumen müssten be­rücksichtigt werden. „Es ist nicht zielführend, den Regionen starre Notfallstrukturen überzustülpen, die am grünen Tisch in Berlin erdacht wurden“, sagte die Geschäfts­führerin, Bernadette Rümmelin, heute in Berlin. Dadurch drohe Unterversorgung auf dem Land.

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Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hatte im Dezember Eckpunkte einer Reform der Notfallversorgung vorgestellt. Vorgesehen ist danach unter anderem die Schaffung sogenannter Integrierter Notfallzentren. Der Verband befürchtet, dass mit der Standortauswahl für die geplanten Zentren ein großer Teil der Kliniken aus der Grund- und Regelversorgung herausfallen werde.

„Die Menschen auf dem Land werden hier deutlich längere Wege zur nächsten Notfall­ambulanz eines Krankenhauses auf sich nehmen müssen“, sagte Rümmelin. Dabei seien gerade ältere Patienten in ihrer Mobilität stark eingeschränkt. Und durch längere Wege gehe im Notfall wichtige Zeit verloren.

„In vielen Regionen gibt es schon heute gut funktionierende Netzwerke zur Notfallver­sorgung“, sagte Rümmelin. So kooperiere ein Drittel der katholischen Krankenhäuser bereits mit ambulanten Bereitschaftspraxen oder ähnlichen Einrichtungen. © kna/aerzteblatt.de

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