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Medizin

Alzheimer­veränderungen schon Jahrzehnte vor Symptomen nachgewiesen

Donnerstag, 6. Juni 2019

/zinkevych, stockadobecom

Baltimore – Alzheimerspezifische Veränderungen des Gehirns sind bereits Jahrzehnte vor der Diagnose nachweisbar. Das berichten Wissenschaftler der Johns Hopkins University in Baltimore in der Zeitschrift Frontiers in Aging Neuroscience (2019; doi: 10.3389/fnagi.2019.00074). Hauptautor der Arbeit ist Laurent Younes, Inhaber des Lehrstuhls für Angewandte Mathematik und Statistik der Johns Hopkins University.

Younes und sein Team werteten die Krankenakten von 290 Personen aus, die min­des­tens 40 Jahre alt waren. Die Wissenschaftler griffen dabei auf Daten des Biocard-Pro­jekts zurück, das darauf abzielt, Prädiktoren für den kognitiven Rückgang zu entde­cken.

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Die Forscher hatten Zugang zu den Liquorproben der Teilnehmer und zu MRT-Hirn­scans, die zwischen 1995 und 2013 im Rahmen der Biocard-Studie alle 2 Jahre er­folgten. Außerdem nahmen die Studienteilnehmer jedes Jahr an verschiedenen Stan­dardtests teil. Diese untersuchten das Gedächtnis, das Lernen, das Lesen und die Aufmerksamkeit.

Zu Beginn der Biocard-Studie hielt das Team alle Teilnehmer für „kognitiv normal“, aber bis zum Ende der Studienzeit hatten 81 Teilnehmer eine Alzheimerkrankheit entwickelt.

Bei den Teilnehmern, die Alzheimer entwickelten, fanden die Johns-Hopkins-Forscher jetzt bei ihrer Auswertung Anzeichen einer kognitiven Beeinträchtigung bereits 11 bis 15 Jahre vor Beginn der Symptome. Diese subtilen Anzeichen waren durch leichte Veränderungen in den kognitiven Testergebnissen sichtbar, aber die Teilnehmer zeig­ten zu diesem Zeitpunkt keine Symptome.

Younes und Kollegen fanden auch erhöhte Konzentrationen des Tauproteins bei diesen Teilnehmern. Dieses Protein war bereits 34 Jahre vor der Diagnosestellung erhöht.

„Mehrere biochemische und anatomische Maßnahmen verändern sich bis zu einem Jahrzehnt oder mehr vor Beginn der klinischen Symptome“, sagte der Co-Autor der Studie, Michael Miller. Es sei jetzt wichtig, die richtige Kombination von Markern zu finden, die auf ein erhöhtes Risiko für kognitive Beein­trächtigungen hinweisen, so der Wissenschaftler.  

Younes weist allerdings darauf hin, dass die Hirnveränderungen zwischen den Men­schen stark variieren und die Stichprobe klein war. Die Ergebnisse könnten jedoch zu besseren diagnostischen Tests beitragen, was wiederum eine bessere Behandlungs­wahl ermöglichen könnte, hieß es. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #720508
e.ne
am Freitag, 14. Juni 2019, 13:39

Versteinerte, sich irrende fielen schon immer auf.

Aber, wenn die meist Zwangsneurotiker mit 70-80 auffallen, dann fielen sie wahrscheinlich auch schon mit 40 oder gar 30 auf.
Fielen sie mit unter 20 auf, waren sie "in der Pubertät" oder "juvenile Schizophrene".
Als Kind nannte man sie ggf. "Verhaltensgestört" "Lernbehindert".
Und das können sie sein/haben mit einem IO von 150 oder die Hälfte davon. Aber, auch das macht nichts, denn es "gehen" sowieso immer dieselben miteinander "im Gefühl!" Und deshalb merkt auch niemand,
wenn manche gar nicht mit leben. Die nie lernen gelernt haben - 60 Jahre
TV-Unterhaltung- nie gelernt haben Ziele zu verfolgen und zu erreichen. Nur zurück gezogen in ihrer Wohnung sitzen (oft auch aus finanziellen Gründen) und nur Andere "gehen" und sich entsprechend viel einbilden, was und wer sie alles "sind"!
Viele der Alten hörten 1945-48 auf, sie wollten nicht mehr.
Viele der DDR hörten 1961 auf ...blieben stehen, schalteten ab.
Andere die nicht ausgewandert sind,, hörten 1990/92 auf oder gerieten in irgendwelche polit. Strudel. Wenn alles "egal" und "gleich und wie" zu sein hat - werden zwangsläufig die meisten vergewaltigt, missbraucht. Und auch davon will niemand was wissen. Es wirkt sich nur alles irgendwie
auf die Gesundheit aus. - Ja natürlich die Ernährung auch. Doch das fällt in den Bereich Bildung und Erziehung, Charakter. Ob Kitas und Schulen da genügend leisten, ist zu bezweifeln.
Avatar #720508
e.ne
am Freitag, 14. Juni 2019, 13:11

Kein Mensch braucht bis ins hohe Alter alle kognitiven Leistungen

Die meisten Menschen sind sowieso alleine ...
Wozu sollten sie mit 60 wissen, was sie mit 25-30 parat hatten, danach
nicht mehr brauchten? Wen interessiert das? Kein Mensch fragt danach?
Der Mensch seit 1977-1982-1990 90er ff kann von Glück sagen, wenn. er
überhaupt zu irgend etwas ge/befragt wird.
Besonders kath. Bistumsstädte fallen in puncto stets alles von Jedermann "wissen" auch über Unbekannteste! - was gleich wieder niemanden interessiert ob man das ist oder nicht - sehr auf.
Die kleinen Kinderchen auf ihren viel zu hohen Stühlchen wollen reden und machen und erwarten auch noch dass man mit allem einverstanden ist und zu allem lächelnd gar bewundernd ja und amen sagt.
Wozu sollte man in Städten und Ländern von "Untoten" Wahnsinnigen
oder als "Alice im Wonderland" überhaupt ein Wissen haben? Wenn es
doch nur als Krankheitsindiz, Verhaltensauffällig oder Größenwahnsinn
interpretiert werden kann, wenn man älter als 4 Jahre geworden ist.
Welcher Arzt wäre denn bereit dieses Tauprotein zu suchen? Wenn sie
noch nicht mal mehr große normale Blutbilder erstellen wollen und kleine nur nach schon fast Auseinandersetzungen. - Rö. Pulmo auch nur alle 3 Jahre. Mit 40 "kerngesund" und mit 70 "es ist doch nichts". Wenn dem so wäre, wäre ich entweder nicht in der Praxis. - und wenn dann sollte es auch so bleiben. - Alle FÄ wollen neuerdings prakt. Ä als "Hausärzte"
doch diese zeigen ein breites Leistungs/Kenntnis/Sehen-Hören-Specktrum.
Die meisten Menschen leben sowieso alleine ... so lange sie mit dem Kontoauszugdrucker und Geldautomat umgehen können - falls man sie lässt und nicht Jemand Interesse daran hat, sein eigenes Konto aufzufrischen- wäre es doch in Ordnung. - Wen interessiert es wie das Lied..., der Film ...der die Schaupsieler/in von damals oder der Tagesschau Sprecher vor 20 Jahren noch geheissen hat? - Die kennen doch sowieso nr alle Verrückt, Laut brüllende, Tobsüchtige - die Fabe grau und knallen alles und Jeden zusammen auf x....
Es gibt Menschen in Italien, Griechenland und auch in D die sehr alt sind und noch Aufgaben wahr nehmen aber auch gesehen und gekannt werden.
Entweder von der Familie oder vom Dorf/Gemeinde.
Wohin gegen alle früher oder später die verschiedensten Krankheiten
entwickeln nach Schocks ohne Ende krimineller Art ... was man besonders
in Partnerschaft oder Familie gefälligst weg zu stecken hat.
D sind doch viel zu faul um überhaupt mal was zu begreifen oder jmd mal
anzusprechen - persönlich - namentlich und noch mit was darüber hinaus.
Ein "Wissen" zu erwerben - bitte nicht - oder "Das müssen wir nicht" und damit auch kein Gedächtnis. "Bis die mal was begreifen, ist man schon gestorben." 1952 mit 100 verstorben 2012 sie hat recht behalten.
Ständig stellt man sich die Frage: "Sein oder Nicht sein!" und "der kleine Prinz" wartet auf ein Raumschiff seiner Heimatplaneten.
Avatar #754103
Biochemie
am Freitag, 7. Juni 2019, 12:28

Wo sind die Lebensgeschichten ähnlich, bei denen veränderungen im Gehirn festgestellt wurden?

Es wäre mal interessant heraus zu finden, wo es Ähnlichkeiten in den Lebensentwürfen gibt.
Also Ernährung, Bildung, Interessen, Religion, Ängste, Freuden, Umfeld und so weiter.
Dieses kann aber nur in Deutschland gemacht werden für Deutsche Bürger.
Da es einfach unterschiedliche Länder und Völker sind mit unterschiedlichen Geschichten die ihr denken beeinflussen.

Beispiel:
So wie Nord und Südkorea haben auch jetzt aktuell BRD DeutschesReichBürger und DDR DeutschesReichBürge unterschiedliches denken, fühlen und handeln durch die Geschichten, Filme, usw.

So auch das denken und fühlen der Afrikaner in den USA. Welche Medien haben eine unterschiedliche Wirkung auf weiße Amerikaner und welche auf Spanier, Afrikaner, Asiaten, usw. oder Mischlingen?

So auch die Nazikeule hier in Deutschland sie trifft überwiegend nur die Deutschland Deutschen.
Die Menschen aus anderen Ländern wie zum Beispiel die größte Gruppe aus der Türkei verbinden sich nicht mit der Geschichte.
Es gibt keinen Auslöser. Sie haben eine andere Geschichte in ihrem Gehirn.

Also so viele wie mögliche Daten sammeln aus verschiedenen Völkern und Ländern und versuchen eine Verbindung zu erkennen.

Ich vermute es gibt schon diese oder ähnliche Informationen nur nicht öffentlich.

Grüße von Peter












Avatar #748578
Ferdinand Wolfbeißer
am Donnerstag, 6. Juni 2019, 18:45

Was ist der Unterschied zwischen der Religion und der Medizin?

Die Antwort: Kein wesentlicher. Die Religion ängstigt die Menschen mit der Hölle. Die Medizin mit Prognosen auf der Grundlage von Diagnosen.
LNS

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