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Medizinstudierende bilden Schüler zu Lebensrettern aus

Freitag, 7. Juni 2019

/dpa

Mainz – Medizinstudierende der Universitätsmedizin Mainz bringen rund 10.000 Schülern in der Stadt Mainz und im Landkreis Mainz-Bingen die Grundlagen der Reanimation bei.

In Rheinland-Pfalz erleiden jedes Jahr etwa 6.000 Menschen einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Dennoch können aktuell nur wenige Rheinland-Pfälzer im Ernstfall helfen. Das Projekt „Students Save Lives“ der Klinik für Anästhesiologie der Universitätsme­dizin Mainz will das ändern und mehr Menschen zu kompetenten Ersthelfern schulen.

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Dazu bilden Ärzte der Klinik Medizinstudierende des siebten bis zehnten Semesters zu Trainern für Basis-Wiederbelebungsmaßnahmen aus. Anschließend gehen die angehenden Mediziner als Dozenten in regionale Schulen in der Stadt Mainz und im Landkreis Mainz-Bingen.

Ziel ist, die Siebtklässler lebensrettende Sofortmaßnahmen zu vermitteln, damit sie als Ersthelfer in einer Notfallsituation adäquat reagieren können. Zu den Inhalten gehören das Erkennen eines Herz-Kreislauf-Stillstands, das Absetzen des Notrufs, Mund-zu-Mund-Beatmung und Herzdruckmassage sowie die Benutzung eines Defibrillators.

„Beispiele aus anderen Bundesländern zeigen, dass die Überlebensrate nach Reani­ma­tionen bei Betroffenen steigt, wenn die Bevölkerung mehr Erstmaßnahmen durch­führt“, erklärte Carsten Lott, Projektleiter von „Students Save Lives“ und Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie der Universitätsmedizin Mainz. In den Schulen erreiche man eine große Anzahl von Personen, die auch noch eine gewisse Offenheit für neue In­halte hätten. Im Bestfall sensibilisierten die Schüler im Anschluss auch ihre Eltern für das Thema Erste Hilfe.

Das Projekt wird in der Pilotphase 2019/2020 durch das Gutenberg-Lehrkolleg der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und durch das rheinland-pfälzische Ministerium für Bildung mit rund 70.000 Euro gefördert. Bei Erfolg ist geplant, „Students Save Lives“ dauerhaft fortzusetzen. © hil/aerzteblatt.de

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