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Politik

Bundesländer streiten über Zuckersteuer

Donnerstag, 6. Juni 2019

/dpa

Leipzig – Die Ge­sund­heits­mi­nis­ter der Länder wollen einen Diskussionsprozess über die Zuckersteuer starten. „Aus unserer Sicht ist die Reduktion von Zucker in Lebens­mitteln eine originäre Aufgabe der Gesundheitspolitik, auch wenn das auf Bundes­ebe­ne bei der Ministerin für Verbraucherschutz organisiert ist“, erklärte die Hamburger Ge­sundheitsse­natorin Cornelia Prüfer-Storks (SPD) auf der Pressekonferenz im Anschluss an die diesjährige Ge­sund­heits­minis­ter­kon­fe­renz der Länder (GMK). Auf Einladung von Sachsen mit der sächsischen Ge­sund­heits­mi­nis­terin Barbara Klepsch (CDU) disku­tierten die 16 Landesministern dieses Jahr in Leipzig.

Vor allem in Fertiglebensmitteln komme zu viel Zucker vor, speziell auch bei Nah­rungs­­mitteln für Kinder. Prüfer-Storks plädiert, auch für Deutschland die „Nutri-Sco­re“-Kennzeichnung einzuführen, die auch schon andere EU-Länder wie Frankreich praktizieren. Der Nutri-Score bewertet vor allem aufgrund des Gehalts an Zucker, gesättigtem Fett und Salz und kennzeichnet dies mit einem Buchstaben- und Farbcode.

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Steuereinführung hat Wirkung

Als Hamburger Senatorin schlage sie zudem eine Zuckersteuer vor. „Wir in der Ge­sundheits­­politik haben gesehen, wie der Konsum sich bei Tabak und Alkopops verän­dert, wenn eine Steuer eingeführt wird.“ Prüfer-Storks sieht hier auch weiter­gehende Schritte: „Im Endeffekt müssen wir zu einer gesunden Mehrwertsteuer kommen, also weniger Mehrwertsteuer auf gesunde Lebensmittel und höhere Steuern auf ungesun­de“, so Prüfer-Storcks auf Nachfrage. 

„Wer soll das festlegen“, fragte Karl-Josef Laumann (CDU), Ge­sund­heits­mi­nis­ter in Nordrhein-Westfalen (NRW), der sich vor den Journalisten ausdrücklich gegen eine Steuer aussprach. „Um das klarzustellen: NRW denkt nicht über eine Zuckersteuer nach. Auch für die anderen CDU-geführten Ministerien kann ich sagen, dass wir keine Bevormundung wollen.“ Es sei aber mehr Transparenz beim Zuckergehalt von Fertig­nah­rungsmitteln wichtig, erklärte Laumann. „Transparenz bedeutet auch Vertrauen, aber nicht Bevormundung.“

„Wir von Hamburg aus haben hier den Startschuss gegeben, es gibt keine einheitliche Meinung unter den Ministern“, sagte Prüfer-Storcks dazu. Die „lebendige Debatte“, wie es Gastgeberin Barbara Klepsch (CDU) auf der Pressekonferenz nannte, soll bei einem gesonderten Treffen der Landesminister fortgesetzt werden. Hamburg wolle dazu ein Konzept erarbeiten und auch zu einer Diskussion einladen, so Prüfer-Storks. © bee/aerzteblatt.de

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isabel45
am Dienstag, 11. Juni 2019, 21:07

Bundesländer streiten über Zuckersteuer

Eine Zuckersteuer ist wahrscheinlich nicht sehr wirkungsvoll- denn Zucker ist eine Art von Suchtmittel, das jetzt nicht , wie Alkohol und Tabak, wirklich medizinisch bewiesen SCHÄDLICH ist. Aber eben doch süßsuchterregend.Es gibt immer wieder Warnungen, aber kein Gesetz. Man bezahlt dann eben mehr dafür, kein Problem. Was wirklich geschehen sollte: Eine Zuckerverminderung ÜBERALL, besonders bei Kinder-Nahrung (hier ist der Zucker ja schon echte Gesundheits-Gefährdung!!), bei Getränken,viel mehr Zuckerersatz-Möglichkeiten und Angebote,(Deutschland ist hier voll am letzten Platz, die Industrie ist hier wohl SEHR mächtig...).

Die (verständlichen, aber inakzeptablen) Berichte der Zuckerindustrie und ihrer bezahlten Untertanen aller Bereiche,nach denen Zuckerersatzstoffe alle SEHR schädlich sind,sind alle kommerziell erdacht, es gibt hier keinen Beweis.
LNS

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