NewsVermischtesWarum die sportliche Leistungsfähigkeit im Alter abnimmt
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Warum die sportliche Leistungsfähigkeit im Alter abnimmt

Dienstag, 11. Juni 2019

/dpa

Jena – Bekanntlich nimmt die körperliche Leistungsfähigkeit mit zunehmendem Alter ab. Die Gesellschaft für Orthopädisch-Traumatologische Sportmedizin (GOTS) infor­miert jetzt über die physiologischen Prozesse, die dafür verantwortlich sind, und wel­che Sportarten im höheren Alter weiter empfehlenswert sind. 

„Ab 40 Jahren beginnt bei jedem Menschen ein Muskelschwund von durchschnittlich ein bis zwei Prozent pro Jahr. Frauen sind im Leistungssport ein Leben lang durch­schnitt­lich zehn Prozent weniger leistungsfähig als Männer. Im Alter wird dieser Unter­schied noch größer“, erläuterte der GOTS-Experte Georg Neumann.

Anzeige

Er hat Datensätze aus den Weltmeisterschaften der Senioren ausgewertet und daraus Regeln für Sport im Alter abgeleitet. In der Sportart Leichtathletik hat er Datensätze von der Altersklasse (AK) 35 bis zur AK 70 ausgewertet.

„Ab 40 Jahren verschwinden zuerst vor allem die schnellen Muskelfasern. Sie werden durch Fett- und Bindegewebseinlagerungen ersetzt. Mit 80 Jahren steht dem Alters­sportler dann nur noch rund 50 Prozent der aktiven Muskelmasse zu Verfügung“, so Neumann. Wer Sport treibe, trainiere also seinen „Muskelrest“.

Trotz des Muskelabbaus zeigen Senioren laut Neumann aber sehr lange gute Ergeb­nisse in Ausdauersportarten wie Marathon, Halbmarathon, 10.000-Meter-Lauf und Radsport. Auch in weiteren leichtathletischen Disziplinen wie Speerwerfen, Weit- und Hochsprung erzielen sie im Alter laut Neumann noch beachtliche Leistungen.

Zum Beispiel habe ein 100 Jahre alter Inder einen Marathon in acht Stunden, 25 Minu­ten und elf Sekunden gelaufen. Ein 105-jähriger Franzose fuhr mit dem Rennrad auf der Bahn 22,5 Kilometer in der Stunde. 

„Die Sportart der Zukunft für den Alterssport allgemein wird aber wohl das Joggen und schnelles Gehen“, so der Wissenschaftler. Hinzu kämen Schwimmen und Radfahren. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #688298
Heilpraktiker_Jurisch
am Mittwoch, 12. Juni 2019, 09:34

oberflächlich und nicht aussagekräftig

Man werfe die gesamte Menschheit in einen Topf, rühre kräftig, um schaue was dann an der Oberfläche schwimmt bzw. was sich absetzt - so könntem an diesen Artikel beschreiben. Wahrscheinlich auch die Beobachtungen des Neumann. Sorry aber es gibt wichtige Unterschiede, sowohl im Lebensverlauf, als auch, vor allem in der der Ernährung und dies hat sehr wohl einen entscheidenden Einfluss auf den Körper und somit auch auf den Muskelabbau. Natürlich, bei dem heutigen Durchschnittsmenschen der westlichen Industriestaaten mögen die Beobachtungen zutreffen, denn dieser Mensch bewegt sich zu wenig und nimmt, in der Regel, zuviel hochkalorische Nahrung zu sich. Ein Muskel der nicht regelmäßig gefordert wird, verkümmert - das ist trivial. So sollte man vielleicht mal aktive mit nichtaktiven Menschen, omnivore mit vegetarischer und in einer extra Gruppe veganer Lebensweise überprüfen - und dann staunen...
LNS
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER