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KBV-Video informiert über den E-Terminservice

Freitag, 7. Juni 2019

/dpa

Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat ein neues Informations­video zum E-Terminservice veröffentlicht. Es zeigt den Nutzen der Plattform für Pra­xen, Patienten sowie den Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) auf und gibt konkrete Anwendungstipps.

Mit dem E-Terminservice können der KBV zufolge Praxen per Mausklick Termine an die Terminservice­stellen melden, abfragen, ob und an wen die Termine vergeben wurden, sowie Kon­takt­daten pflegen und Einstellungen für die Terminvergabe selbst­ständig anpassen.

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Zudem lässt sich über die Plattform auch der Vermittlungscode für Überweisungen und psychotherapeutische Patienteninformationen generieren. Um Praxen, Patienten und Terminservice noch bequemer zusammenzubringen, soll der E-Terminservice künftig mit den Terminplanungsprogrammen der Praxen gekoppelt werden, kündigt die KBV an.

Terminservicestellen gibt es seit 2016 in jeder KV. Während der Schwerpunkt dabei zunächst auf Überweisungen zu Fachärzten lag, werden inzwischen vermehrt psycho­therapeutische Sprechstunden darüber angefragt.

Mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) sollen nun auch Termine bei Haus- sowie Kinder- und Jugendärzten über die Terminservicestellen vermittelt wer­den. © hil/sb/aerzteblatt.de

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Avatar #79783
Practicus
am Sonntag, 9. Juni 2019, 14:53

Bei mir

hat die Ankündigung der KV zum TSVG dazu geführt, dass ich zum nächsten Quartal auf die Genehmigung zur Abrechung von Psychotherapie verzichten werde! Da unser MVZ wegen der Substitutionsbehandlung regelmäig die Plausi-Zeiten reißt, wären die angeforderten Mindestzahlen für Akuttherapie und Probatorik eine Verpflichtung zu unbezahlter Mehrarbeit.
Paradoxe Wirkung des TSVG: Psychotherapie bei mir nur mehr für Privatpatinten und Selbstzahler!
Prima Gesetz, Herr Spahn!
Avatar #672734
isnydoc
am Samstag, 8. Juni 2019, 09:50

"Wer auf die Idee kommt, Praxen mit Zwangsmaßnahmen ..."

Das ist die Frage, von wem kommen solche Ideen in der dritten GroKo von zwiei Partnern, wo sich Prof. Karl Lauterbach unlängst rühmte, dass ca. 70 % von der SPD - vermutlich also seine Ideen im wesentlichen - kämen. Inhaltlich also wenig CDU/CSU ... Donald`s gibt es auch hierzulande!
Avatar #88767
fjmvw
am Freitag, 7. Juni 2019, 22:40

KBV: Desinformant in eigener Sache mit mäßiger Performance

Na gut, an der Aufgabe, Dreck als hot shit zu verkaufen, kann man nur scheitern. Aber wie unterbelichtet muss man sein, zig-tausenden Akademikern so einen Murks verkaufen zu wollen und zu hoffen, dass die intellektuelle Elite diesen Unsinn kauft?

Hat dieser E-Terminservice überhaupt einen Nutzen? Ja.
Einen Nutzen für Praxen, für die Termine gegen deren eigenen Willen gemacht werden sollen? Nein.
Oder kennen Sie eine Praxis, die sich von einer anonymen Stelle Termine vereinbaren lässt, wenn man eine sehr viel höherwertige Terminvereinbarung durch eigene Mitarbeiter haben kann? Nur wem es völlig egal ist, welche Patienten mit welchen Beschwerden eine Praxis aufsuchen, würde darüber nachdenken, eine TSS beauftragen. Falls der Preis stimmen würde und die Qualität keine Rolle spielt, mag das gehen. Aber sicherlich wird die Terminvereinbarung niemand aus freien Stücken an eine Behörde am Gängelband der KV outsourcen. Das kann und wird nur unter Zwang passieren. Diesen Zwang will die Politik und will das KV-System auf die Ärzteschaft ausüben, um diesen Rohrkrepierer TSS gegen die Ärzteschaft zu etablieren.

Haben Sie sich das Video der KBV angesehen? Ein Albtraum. Nur um die eigenen Praxisbesonderheiten in die EDV einzuspeisen, braucht es einen umfangreichen Lehrgang. Keine „normale kleine Praxis“ verfügt über die Managementressourcen, um dieses Instrument sinnvoll zu nutzen. Wer auf die Idee kommt, solche Praxen mit Zwangsmaßnahmen diesen Schrott aufzudrücken, der handelt verantwortungslos. Oder er handelt wie das KV-System.

Gegen die Menschen, die mit solchen Videos die Ärzte beeinflussen wollen, ist Donald Trump schon fast eine ehrenwerte Person.
;-)
LNS

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