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Reisekrankheit beim automatisierten Fahren untersucht

Dienstag, 11. Juni 2019

/lightpoet, stock.adobe.com

Berlin – Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert ein Projekt dazu, wie Reisekrankheit und automatisiertes Fahren genau zusammenhängen und wie sich Beschwerden vermindern lassen.

„Neue Erkenntnisse, wie durch fahrzeugtechnische oder medizintherapeutische Maßnahmen die Reisekrankheit verringert werden kann, werden dazu beitragen, die Akzeptanz und den Nutzen von automatisiertem Fahren zu erhöhen“, erklärte Steffen Müller, Leiter des Fachgebietes Kraftfahrzeuge der Technischen Universität Berlin und Leiter des Forschungsprojektes.

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Seine Arbeitsgruppe arbeitet dabei mit Ärzten der Charité zusammen. „Wir möchten verstehen, welche Ursachen für die stark verbreitete Kinetose-Empfindlichkeit verant­wortlich sind“, erläutert Uwe Schönfeld von der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheil­kunde am Charité Campus Benjamin Franklin und Leiter des Charité-Teilprojektes. Dazu wolle man Testpersonen hinsichtlich ihrer Neigung zu Reisekrankheit kategori­sie­ren und physiologische Daten über die Funktion der Gleichgewichtsorgane im Innenohr sammeln.

Die HNO-Ärzte werden dazu unter anderem mit einer speziellen Drehstuhlanlage arbeiten. Per Video wollen sie zudem die Mimik der Teilnehmenden aufzeichnen und analysieren, um so Muster für Symptome der Reisekrankheit zu erkennen. Außerdem werden Testpersonen in speziell für das Forschungsprojekt aufgebauten Versuchs­fahr­zeugen Fahrsituationen mit Kinetose-Risiko ausgesetzt.

Die DFG stellt für das Forschungsvorhaben 700.000 Euro zur Verfügung. © hil/aerzteblatt.de

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