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Ausland

WHO besorgt über Gesundheits­versorgung im Sudan

Freitag, 7. Juni 2019

/dpa

Khartum – Die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) ist zutiefst besorgt über die Aus­wirkungen der Gewalt im Sudan auf medizinische Einrichtungen und das Gesund­heits­­personal.

Übergriffe auf Krankenhäuser in Khartum führen dazu, dass Notfalldienste geschlos­sen werden und Patienten verlegt werden mussten, wie Ahmed Al-Mandhari, der WHO-Leiter für das östliche Mittelmeer, heute mitteilte.

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Mindestens fünf ärztliche Mitarbeiter und Patienten sind demnach verletzt worden. Es scheine, dass Gesundheitsmitarbeiter direkt zur Zielscheibe würden, nur weil sie ihrer Pflicht, Verletzten zu helfen, nachkämen.

Zudem wurden mobile Kliniken, die zur Behandlung von Demonstranten eingerichtet wurden, in Brand gesetzt oder zerstört und medizinische Ausrüstung geplündert, wie es hieß.

Al-Mandhari kritisierte dies als Verstoß gegen internationale Menschenrechtsgesetze. „Die Gesundheitsversorgung, vor allem Notfalldienste, sollten vor politischer Einflussnahme und Sicherheitsoperationen geschützt sein.“

Nach dem Putsch im Sudan im April gegen Präsident Omar al-Baschir und der Macht­übernahme des Militärs lösten Sicherheitskräfte am vergangenen Montag mit Gewalt eine Sitzblockade in Sudans Hauptstadt Khartum aus.

Einem Ärzteverband zufolge wurden mehr als 100 Menschen getötet und 500 verletzt. Der Verband berichtete, Sicherheitskräfte hätten Krankenhäuser teilweise umstellt oder seien in Kliniken eingedrungen. Die Regierung wies die Zahlen als falsch zurück. Die Anzahl der Toten liege weit darunter, hieß es. © dpa/aerzteblatt.de

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