NewsVermischtesNiels H. geht nach Urteil in Revision
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Niels H. geht nach Urteil in Revision

Dienstag, 11. Juni 2019

/dpa

Oldenburg – Der zu lebenslanger Haft verurteilte Serienmörder und Ex-Krankenpfle­ger Niels H. hat gegen diese Entscheidung des Oldenburger Landgerichtes einen Revisions­antrag gestellt. Das teilte die Pressestelle des Gerichtes heute mit.

Über den Antrag hat der Bundesgerichtshof (BGH) zu entscheiden. Die Staatsanwalt­schaft teilte heute mit, dass sie nicht gedenke, Revision einzulegen. Allerdings können noch Ne­ben­kläger entsprechende Anträge stellen.

Anzeige

Der 42-Jährige war wegen 85 Morden zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Zugleich hatte die Kammer am vergangenen Donnerstag die besondere Schwere der Schuld festgestellt, wodurch eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren in der Praxis so gut wie ausgeschlossen wird.

Angeklagt war Högel wegen 100 Morden, in 15 Fällen entschied das Gericht aber wegen nicht zweifelsfrei nachgewiesener Taten auf Frei­spruch. Sollte die Revision zugelassen werden, werden vom BGH in Leipzig etwaige Verfah­rens- oder Rechtsfehler geprüft.

Die juristische Aufarbeitung des Gesamtkomplexes ist auch nach dem Urteil aus der vergangenen Woche noch nicht abgeschlossen. Zum einen leitete die Staatsanwalt­schaft Oldenburg gegen Zeugen des Prozesses acht Verfahren wegen Meineids und zwei wegen Falschaussagen ein.

Zum anderen müssen sich vier ehemalige Mitar­beiter des Klinikums Delmenhorst demnächst wegen Totschlags durch Unterlassen verantwor­ten. In dem Prozess dürfte Högel als Zeuge geladen werden. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt zudem gegen Mitarbeiter des Klinikums Oldenburg. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

10. Juli 2020
München – „Bleib einfach im Bett, wenn Du zum Arzt gehst“ – mit diesem Slogan darf eine Krankenkasse nicht mehr werben. Das hat das Oberlandesgericht München entschieden. Die Zentrale zur Bekämpfung
Krankenkasse darf nicht mit Ferndiagnose werben
10. Juli 2020
München – Das Landgericht München I hat eine Werbung des Babynahrungherstellers Hipp für Kindermilch untersagt. Das hat gestern eine Gerichtssprecherin bestätigt. Konkret geht es um Sätze wie „7 x
Gericht untersagt Hipp-Werbeslogan für Kindermilch
8. Juli 2020
Berlin – Rund acht Monate nach dem tödlichen Angriff auf den Chefarzt Fritz von Weizsäcker ist der Angeklagte wegen Mordes verurteilt worden. Das Landgericht Berlin verhängte heute eine
Zwölf Jahre Haft nach Mord an Fritz von Weizsäcker
8. Juli 2020
Leverkusen/San Francisco – Bayers milliardenschwerer Vergleich zur Beilegung von US-Klagen wegen angeblicher Krebsrisiken von Unkrautvernichtern mit dem Wirkstoff Glyphosat steht wieder auf der Kippe.
US-Glyphosat-Vergleich: Bayer zieht Antrag auf Zustimmung zurück
7. Juli 2020
Karlsruhe/Bottrop – Im Skandal um jahrelang gestreckte Krebsmedikamente hat der Bundesgerichtshof (BGH) die Haftstrafe gegen einen Apotheker aus dem Ruhrgebiet bestätigt. Der BGH in Karlsruhe lehnte
Krebsmedikamente gestreckt: Urteil gegen Apotheker rechtskräftig
6. Juli 2020
Celle – Eltern sind mit einem Eilantrag auf eine Behandlung mit dem derzeit teuersten Medikament der Welt für ihr Kind vor dem Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen (LSG) gescheitert. Bei dem
Zolgensma: Kein Anspruch auf Kostenübernahme
6. Juli 2020
Berlin – Im Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder des Berliner Chefarztes Fritz von Weizsäcker sind für übermorgen (8. Juli) die Plädoyers und auch die Verkündung eines Urteils vorgesehen. Das gab das
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER