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Hirnforscher Birbaumer spricht Prüfkommission Fachkompetenz ab

Dienstag, 11. Juni 2019

Niels Birbaumer /dpa

Tübingen – Der renommierte Tübinger Hirnforscher Niels Birbaumer hat sich gegen den Vorwurf wissenschaftlichen Fehlverhaltens gewehrt. Die Ergebnisse einer Unter­suchungs­kommission der Universität Tübingen seien falsch, teilte er mit. Das Gremi­um lastet Birbaumer an, in einer 2017 veröffentlichten Studie Daten verfälscht zu ha­ben.

Eine Forschergruppe um Birbaumer hatte 2014 Untersuchungen an vollständig ge­lähm­ten und sprachunfähigen Patienten der Nervenkrankheit ALS (Amyothrophe La­teralsklerose) durchgeführt.

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Während diese Fragen in Gedanken beantworten sollten, maßen die Wissenschaftler über eine Kopfhaube und Computer ihre Hirnaktivität. Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass so eine Kommunikation möglich sei.

Kommission der Uni Tübingen wirft Hirnforscher Fehlverhalten vor

Tübingen – Eine Kommission der Universität Tübingen hat ein wissenschaftliches Fehlverhalten des renommierten Hirnforschers Niels Birbaumer festgestellt. Die Experten empfehlen, dass eine Hirnforschungsstudie, die 2017 Aufsehen erregte, wegen Verdachts auf Datenverfälschung zurückgezogen wird. Wie die Universität heute mitteilte, haben ein „Seniorprofessor“ und ein weiterer Forscher (...)

Nachdem ein wissenschaftlicher Mitarbeiter Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Studie geäußert hatte, leitete die Universität Anfang dieses Jahres ein Untersuchungsver­fah­ren ein. Birbaumer wirft dem Prüfungsgremium unter anderem mangelnde Fach­kom­pe­tenz vor.

Eine Literaturwissenschaftlerin könne maschinelles Lernen nicht beurteilen, teilte er mit. Laut Universität sollen der fünfköpfigen Kommission jeweils ein Professor aus den Geisteswissenschaften, Naturwissenschaften und der Medizin angehören. © dpa/aerzteblatt.de

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