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Simulationspatienten sind fester Bestandteil des Medizinstudiums

Mittwoch, 12. Juni 2019

/dusanpetkovic1, stockadobecom

Essen – Durch Schauspieler dargestellte Simulationspatienten sind mittlerweile ein fester Bestandteil im Medizinstudium. Das berichten Wissenschaftler um Angelika Fritz, Ärztliche Leiterin des Simulationspatientenprogramms an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen, in einer Studie zum Thema. Zu dem Autoren­team gehören auch Forscher aus Dresden, Hannover, Köln und Bochum. Die Arbeit ist im GMS Journal for Medical Education erschienen (doi 10.3205/zma001235).

Der Vorteil von Schauspielpatienten liegt den Autoren zufolge darin, dass die unter­schiedlichsten Erkrankungen für die Lehre fest planbar sind. Bestimmte Persönlich­kei­ten oder Erkrankungen könnten wiederholt simuliert werden. Auch die Schwere der Erkrankung könne didaktisch angepasst werden.

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Die Arbeitsgruppe hat 48 Medizinische Fakultäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt. Alle antwortenden Fakultäten verfügen mindestens über ein Simula­tionspatienten-Programm und setzen sie in der Lehre und in Prüfungen ein. Im Schnitt werden an jeder Medizinischen Fakultät 1.300 Einsatzstunden pro Jahr geleistet. „Die­se Art der Lehre gehört zu den fest etablierten Bestandteilen innerhalb des Medizin­studiums“, so das Fazit der Wissenschaftler.

Standardisierung nötig

Die Befragung hat laut den Autoren auch gezeigt, dass die Simulationspatienten-Pro­gramme im deutschsprachigen Raum sehr vielfältig und variabel sind. Eine Standardi­sierung tue daher not. „Vor allem in Prüfungen ist eine gewisse Standardisierung und eine methodisch hohe Qualität von großer Bedeutung“, fordern sie.

So sollten die Rollenskripte für die Schauspielpatienten klare und messbare Lernziele für die Studierenden enthalten und die jeweiligen fachlichen Inhalte durch ärztliche Experten autorisiert sein. Regelmäßige Rollen- und Feedbacktrainings seien wichtig sowie Regeln zur sicheren Arbeitspraxis und zum Datenschutz. „Auch eine Reflexion der Trainingsprozesse halten wir für wertvoll“, so Fritz.

Die Autoren weisen daraufhin, dass der Ausschuss für Simulationspersonen der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung Standards und Entwicklungsperspektiven für Simulationspatienten-Programme in einem Positionspapier zusammengestellt hat. © hil/aerzteblatt.de

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