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Politik

Krankenbehandlung zwischen Frankreich und Deutschland wird grenzenlos

Mittwoch, 12. Juni 2019

/VanHope, stockadobecom

Saarbrücken – Zwischen Frankreich und dem Saarland gibt es künftig in vielen Fällen grenzüberschreitend ärztliche Hilfe. Vor allem in Notfällen wird es künftig im betreffen­den Grenzraum keine Rolle mehr spielen, ob ein Patient in Deutschland oder in Frank­reich krankenversichert ist. Dies sieht ein Abkommen vor, das heute von Behörden, Krankenkassen und Krankenhäusern unterzeichnet wurde.

„Was lange währt, wird endlich gut“, erklärte die saarländische Ge­sund­heits­mi­nis­terin Monika Bachmann (CDU) im französischen Forbach. Auf deutscher Seite gilt das Ab­kommen zunächst für die Gemeinden des Regionalverbandes Saarbrücken sowie für die Gemeinden Gersheim und Mandelbachtal (Saarpfalz-Kreis), auf französischer Seite für Ostmoselgemeinden, darunter auch Forbach und Saargemünd.

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Zunächst können Patienten der Kardiologie, der Neurochirurgie und bei Mehrfachver­let­zungen Gesundheitsleistungen auch im Nachbarland in Anspruch nehmen. Eine vorherige Genehmigung der Krankenkasse ist nicht mehr erforderlich. Geplant ist, auch Fälle in der Neonatologie, Nuklearmedizin und Rehabilitation aufzunehmen.

„Nach einem Herzinfarkt sollte es keine Rolle spielen, ob das nächste Herzzentrum in Deutschland oder Frankreich steht – entscheidend ist, dass der Patient optimal be­han­delt wird“, sagte der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Ge­sundheit, Thomas Gebhart (CDU).

Mit der Vereinbarung verbesserten Deutschland und Frankreich den wohnortnahen Zugang zu hochwertiger Gesundheitsversorgung. „So wird Europa für die Menschen im Alltag erfahrbar.“

Die rechtliche Grundlage für die Vereinbarung ist das deutsch-französische Rahmen­abkommen über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Gesundheitswesen aus dem Jahr 2005. © dpa/may/aerzteblatt.de

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