NewsPolitikSpahn kündigt Krankenhäusern Konsequenzen bei Qualitätsproblemen an
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Spahn kündigt Krankenhäusern Konsequenzen bei Qualitätsproblemen an

Mittwoch, 12. Juni 2019

Jens Spahn /dpa

Rostock – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat für das zweite Halbjahr eine Diskussion über die Qualität im Gesundheitswesen angekündigt. „Ich bin mit dem, was wir bis jetzt an Qualitätsmessungen insbesondere im stationären Bereich in den Krankenhäusern haben, nicht zufrieden“, sagte Spahn heute bei der 15. Nationa­len Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft in Rostock.

Diese Messungen müssten dann auch ökonomische Folgen haben. „Wenn die Quali­täts­mängel dauerhaft nicht abgestellt werden, werden auch diese Angebote dauerhaft vom Netz müssen.“

Anzeige

In diesem Zusammenhang müsse die Frage auch nach einer Mindestanzahl und Qua­lität bei bestimmten Operationen gestellt werden. Spahn erwähnte eine Spezialklinik, in der jährlich rund 2.500 Prostata-Operationen auf dem OP-Plan stehen. In dieser Klinik sei das Risiko für Inkontinenz oder Impotenz als OP-Folge etwa um die Hälfte geringer als im Schnitt anderer Kliniken.

Es sei im Interesse der Patienten, wenn solche Ergebnisse künftig transparenter werden und daran auch die Bezahlung zu knüpfen, sagte Spahn. Er kündigte an, international nach Beispielen für die Qualitätsmessungen zu suchen.

Dabei gehe es nicht nur um die Operation selbst, sondern auch um Beobachtungen in bestimmten Abständen noch Jahre danach. „Dann kann man das eine Haus mit dem anderen vergleichen. Das gute Haus bekommt einen Zuschlag“, so der Minister. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

28. Mai 2020
Berlin – Das Institut für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) will ärztliche und psychologische Psychotherapeuten aus Praxen oder Medizinischen Versorgungszentren bitten, an einem
Psychotherapie: Streit um Patientenfragebögen des IQTIG
5. Mai 2020
Regensburg – So manches Krankenhaus musste in Deutschland im Zuge der Coronapandemie in den vergangenen Wochen um die Aufrechterhaltung der Patientenversorgung kämpfen. Ein Beispiel dafür: Die Klinik
COVID-19-Ausbruch: Beispiel für eine erfolgreiche Eindämmung im Krankenhaus
2. Mai 2020
Osnabrück – Die Zahl der Krankenhausbetten in Deutschland ist seit 1995 durchgängig rückläufig. Das gilt sowohl absolut als auch gemessen an der Zahl der Einwohner. Das zeigt die Antwort des
Zahl der Krankenhausbetten seit 1995 rückläufig
28. April 2020
Berlin − Die Krankenhäuser in Deutschland sollen die elektiven Operationen wieder hochfahren. Außerdem soll künftig jeder Patient bei Aufnahme in ein Krankenhaus auf COVID-19 getestet werden.
Ministerium: Kliniken sollen Zahl der Operationen wieder erhöhen
22. April 2020
Köln – Auf Grundlage der aktuellen Fallzahlentwicklung von COVID-19 in Deutschland kann man von einer ausreichenden Kapazität an Intensivbetten in den Krankenhäusern ausgehen. Eine Triagedebatte
COVID-19: Ausreichende Kapazitäten an Intensivbetten in deutschen Krankenhäusern
17. April 2020
Berlin − Zurück nach der Vollbremsung: Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) sieht Möglichkeiten, dass die Krankenhäuser in Deutschland ab Anfang Mai schrittweise „in einen Regelbetrieb“
Spahn: Schrittweise Rückkehr „in einen Regelbetrieb“ in Kliniken
13. April 2020
Greiz – Die Facharztquote in Thüringen soll bei größerer Belastung der Krankenhäuser durch die Corona-Pandemie ausgesetzt werden können. Dann müssten Ärzte aus allen Fachbereichen flexibel eingesetzt
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER