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Politik

Spahn kündigt Krankenhäusern Konsequenzen bei Qualitätsproblemen an

Mittwoch, 12. Juni 2019

Jens Spahn /dpa

Rostock – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat für das zweite Halbjahr eine Diskussion über die Qualität im Gesundheitswesen angekündigt. „Ich bin mit dem, was wir bis jetzt an Qualitätsmessungen insbesondere im stationären Bereich in den Krankenhäusern haben, nicht zufrieden“, sagte Spahn heute bei der 15. Nationa­len Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft in Rostock.

Diese Messungen müssten dann auch ökonomische Folgen haben. „Wenn die Quali­täts­mängel dauerhaft nicht abgestellt werden, werden auch diese Angebote dauerhaft vom Netz müssen.“

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In diesem Zusammenhang müsse die Frage auch nach einer Mindestanzahl und Qua­lität bei bestimmten Operationen gestellt werden. Spahn erwähnte eine Spezialklinik, in der jährlich rund 2.500 Prostata-Operationen auf dem OP-Plan stehen. In dieser Klinik sei das Risiko für Inkontinenz oder Impotenz als OP-Folge etwa um die Hälfte geringer als im Schnitt anderer Kliniken.

Es sei im Interesse der Patienten, wenn solche Ergebnisse künftig transparenter werden und daran auch die Bezahlung zu knüpfen, sagte Spahn. Er kündigte an, international nach Beispielen für die Qualitätsmessungen zu suchen.

Dabei gehe es nicht nur um die Operation selbst, sondern auch um Beobachtungen in bestimmten Abständen noch Jahre danach. „Dann kann man das eine Haus mit dem anderen vergleichen. Das gute Haus bekommt einen Zuschlag“, so der Minister. © dpa/aerzteblatt.de

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