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Politik

Zahl der privaten Zusatzversicherungen steigt weiter an

Donnerstag, 13. Juni 2019

/dpa

Berlin – Die Zahl der Krankenvollversicherung innerhalb der privaten Krankenversi­cherung (PKV) ist von 8,753 Millionen im Jahr 2017 auf 8,736 Millionen im vergange­nen Jahr zurückgegangen (-0,2 Prozent). Das geht aus dem Rechenschaftsbericht 2018/2019 des PKV-Verbandes hervor. Die Zahl der Zusatzversicherungen ist hinge­gen um 2,0 Prozent von 25,52 Millionen auf 26,03 Millionen angestiegen. Die am häufigsten abgeschlossene Zusatzversicherung stellen mit 16 Millionen Versicherung Zahntarife dar.

Zudem erhöhte sich die Zahl der betrieblichen Kran­ken­ver­siche­rungen. „Rund 7.700 Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern eine betriebliche Kran­ken­ver­siche­rung an“, sagte der Vorsitzende des PKV-Verbandes, Uwe Laue, heute anlässlich der Jahres­tagung des Verbandes in Berlin. „Das ist eine Verdopplung in nur drei Jahren.“ Mehr als 750.000 Beschäftigte erhielten dadurch zusätzliche Gesundheitsleistungen.

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Kritik äußerte Laue in diesem Zusammenhang an dem Gesetzentwurf des Jahres­steu­ergesetzes, das unter anderem eine höhere Besteuerung von betrieblichen Gesund­heits­leistungen vorsehe. „Der Steuervorteil soll jedoch weiterhin für Tank- oder Ama­zon­gutscheine gelten“, kritisierte Laue. „Der Finanzminister will also klimaschädliche Leistungen begünstigen – und gesundheitsfördernde Leistungen belasten. Das ist skandalös. Dagegen werden wir uns wehren.“

GOÄ-Novelle soll „in absehbarer Zeit“ vorgelegt werden

Laue äußerte sich auch zu den Arbeiten an der Novellierung der Amtlichen Gebühren­ordnung für Ärzte (GOÄ). „Zusammen mit der Ärzteschaft und der Beihilfe haben wir viel Zeit und Gehirnschmalz in die GOÄ-Novellierung investiert“, sagte er.

„Wir gehen davon aus, dass wir dem Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium in absehbarer Zeit ein Paket vorlegen können.“ Dabei sehe die neue GOÄ eine Aufwertung der sprechenden Medizin und eine Abwertung der Apparatemedizin vor. „Das ist auch das, was sich die Ärzte und die Patienten wünschen“, sagte Laue.

Der Vorsitzende des PKV-Verbandes kündigte zudem die Einrichtungen eines Fonds an, in den alle privaten Krankenversicherer einzahlen können und mit dem der Ver­band ab der zweiten Hälfte dieses Jahres digitale Start-up-Unternehmen im Gesund­heitsbereich finanziell unterstützen will.  

Nach sechs Jahren als Vorsitzender des PKV-Verbandes wird Laue zum 1. Juli von Ralf Kantak in seinem Amt abgelöst. Kantak ist seit 2013 Vorstandsvorsitzender der Süddeutschen Kran­ken­ver­siche­rung. © fos/aerzteblatt.de

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