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Spanien ruft wegen sexuell über­tragbarer Krankheiten zur Nutzung von Kondomen auf

Freitag, 14. Juni 2019

/dpa

Madrid – Spanien reagiert mit einer Kondom-Kampagne auf den Anstieg sexuell über­tragbarer Krankheiten. Das spanische Ge­sund­heits­mi­nis­terium erklärte gestern, es werde von Montag an Anzeigen und Videos in den sozialen Medien schalten, um vor allem junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren für die Gesundheitsrisiken bei un­geschütztem Geschlechtsverkehr zu sensibilisieren.

Insbesondere 15- bis 18-Jährige würden seit einigen Jahren zunehmend auf Kondo­me verzichten, sagte Ge­sund­heits­mi­nis­terin Maria Luisa Carcedo vor Journalisten. Er sprach auch von einer Gleichgültigkeit gegenüber sexuell übertragbaren Krankheiten, HIV eingeschlossen.

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Erst vor einer Woche hatte die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) die Stagnation beim Kampf gegen sexuell übertragbare Krankheiten (STI) beklagt. Ein WHO-Experte warnte, Dating-Apps könnten nicht nur sexuelle Aktivität, sondern auch Gleichgültig­keit gegenüber Gesundheitsrisiken begünstigen.

In Spanien sind laut Ge­sund­heits­mi­nis­terium die Gonorrhö-Fälle zwischen 2013 und 2017 jährlich um mehr als 26 Prozent gestiegen. Die Syphilis-Infektionen seien in­zwi­schen zwar wieder zurückgegangen, 2017 jedoch auf dem Höhepunkt seit der statisti­schen Messung in Spanien gewesen. 2017 kamen auf 100.000 Menschen 10,6 Syphi­lis-Infektionen, 1995 waren es noch zweieinhalb.

Mit der Kampagne will das Ge­sund­heits­mi­nis­terium nach eigenen Angaben einen „ersten Schock“ auslösen, um den Anstieg sexuell übertragbarer Infektionen bei Ju­gendlichen aufzuhalten. © afp/aerzteblatt.de

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