NewsVermischtes„Coffee-to-go“-Verlet­zung kein Arbeitsunfall
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

„Coffee-to-go“-Verlet­zung kein Arbeitsunfall

Freitag, 14. Juni 2019

/dpa

Erfurt – Arbeitnehmer, die sich etwa auf dem Weg zwischen Arbeitsterminen schnell einen Kaffee oder Snack holen wollen, haben bei einem Unfall nicht zwangsläufig An­spruch auf gesetzlichen Unfallversicherungsschutz. So lautet ein Urteil des Thüringer Landessozialgerichts, das heute veröffentlicht wurde (Az.: L 1 U 1312/18).

Das Gericht hatte sich mit dem Fall einer Mitarbeiterin eines mobilen Pflegediensts be­schäftigt. Die Frau wollte sich vor einem Termin einen Kaffee in einer Bäckerei holen, um ihn nach der Arbeit zu trinken. Auf dem Weg zur Bäckerei stürzte sie und zog sich eine Knieverletzung zu. Die Berufsgenossenschaft erkannte dies nicht als Arbeitsun­fall an. Eine frühere Instanz wies die Klage der Frau gegen die Einschätzung der Be­rufsgenossenschaft ab. Dagegen war sie in Berufung gegangen.

Anzeige

Diese wies das Landessozialgericht zurück. Betriebswege wie die Fahrt von einem Klienten zum nächsten stehen laut Gerichtsentscheidung zwar unter Versicherungs­schutz. Der geplante Besuch der Bäckerei unterbreche aber den versicherten Weg.

Der beabsichtigte Erwerb des „Coffee to go“ sei als höchstpersönliche Verrichtung wie die Nahrungsaufnahme an sich oder sonstige eigenwirtschaftliche Handlungen unver­si­chert, hieß es in der Mitteilung. Es bestehe kein sachlicher Zusammenhang zwi­schen dem Kaffeeholen und der eigentlichen versicherten Tätigkeit. Die Entscheidung kann beim Bundessozialgericht noch angefochten werden. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

3. Juli 2020
Berlin – Der Weg für die ersten Online-Sozialwahlen im Jahr 2023 ist frei. Die Verwaltungsräte von Techniker Krankenkasse, Barmer, DAK-Gesundheit, Kaufmännischer Krankenkasse (KKH),
Weg für Online-Sozialwahlen in drei Jahren frei
14. Mai 2020
Berlin − Die Bundesregierung wird nach den Worten von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) die unter der Coronapandemie leidenden Sozialversicherungen mit Steuerzuschüssen unterstützen.
Bund will Sozialversicherungen mit Steuerzuschüssen unterstützen
25. März 2020
Berlin − Die Arbeitgeber in Deutschland müssen im Fall einer finanziellen Notlage wegen der Coronakrise zunächst keine Sozialversicherungsbeiträge abführen. Auf Antrag des Arbeitgebers können
Unternehmen können Sozialbeiträge wegen Coronakrise später zahlen
19. März 2020
Berlin – Der Bundesverband der Honorarärzte hat die Politik aufgefordert den rechtlichen Status von Honorarärzten rasch zu ändern und diese als selbstständig anzuerkennen. „Der Einsatz von
COVID-19: Honorarärzte drängen auf rasche gesetzliche Änderungen zur Sozialversicherungspflicht
17. Februar 2020
Berlin – Hunderttausende Betriebsrentner müssen voraussichtlich noch Monate auf eine Entlastung bei den Sozialbeiträgen warten. Das geht aus der Antwort des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums auf eine
Betriebsrentner müssen auf Beitragsentlastung warten
27. Dezember 2019
Luxemburg – Betriebsrenten sind in der Europäischen Union vor unverhältnismäßigen Kürzungen geschützt, wenn eine Pensionskasse oder ein früherer Arbeitgeber wirtschaftlich ins Trudeln gerät. Dies hat
EuGH: Betriebsrenten vor unverhältnismäßigen Kürzungen sicher
18. Dezember 2019
Berlin – Krankenkassen sollen ihre Sozialwahlen ab 2023 künftig auch online durchführen können. Das sieht ein Gesetzentwurf des Bundesarbeitsministeriums vor, den das Bundeskabinett heute beraten hat.
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER