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Ärzteschaft

Geschlechtsangabe auf Formularen geändert

Freitag, 14. Juni 2019

/cameravit, stockadobecom

Berlin – Die Geschlechtsangabe auf Formularen wird zum 1. Oktober angepasst. Darauf hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hingewiesen. Hintergrund ist die Vor­gabe im Personenstandsgesetz (Paragraf 22 Absatz 3 und Paragraf 45b), dass neben männlich und weiblich auch „divers“ als Geschlechtsangabe möglich sein muss.

Deshalb wird es künftig auf dem Überweisungsschein (Muster 6) sowie auf den Labor­anforderungsscheinen Muster 10, 10A und 10L nicht mehr die beiden Ankreuzfelder für „männlich“ oder „weiblich“ geben.

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Stattdessen wird dort ein Textfeld sein, in das Ärzte eines der folgenden Kürzel für die jeweilige Geschlechtsform eintragen: W für weiblich, M für männlich, D für divers oder X für unbestimmt.

Die neuen Formulare wird es laut KBV ab Oktober geben, alte Formulare könnten aber aufgebraucht werden. In diesen Fällen müssten Ärzte aber dann trotzdem das entspre­chende Kürzel angeben – und zwar in dem rechten der beiden Ankreuzfelder. Dies gelte für handschriftliche Eintragungen genauso wie für das Ausfüllen am Praxisrechner.

Zudem werden für das Muster 5 „Abrechnungsschein“ und das Muster 19 „Notfall-/ Ver­tretungsschein“ keine neuen Druckfassungen erstellt. Die Angabe des Geschlechts müsse hier ebenfalls über ein Kürzel im rechten der beiden Ankreuzfelder erfolgen, so die KBV. © hil/sb/aerzteblatt.de

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Knode
am Montag, 17. Juni 2019, 14:04

Hat jemand der Koryphäen in KBV und Ge­sund­heits­mi­nis­terium die Konsequenzen für das gesamte deutsche Abrechnungssystem bedacht?

Stichworte hierzu DRG; ICD10 / OPS301 Zuordnung der Codes Geschlechterspezifisch.
p.s. man möge verzeihen das ich die Begriffe KBV / Ge­sund­heits­mi­nis­terium unzulässiger weise mit dem Begriff Koryphäe gemeinsam genannt habe.
LNS

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