NewsHochschulenFreiburg richtet Register für Therapie wiederkehrender Harnsteine ein
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hochschulen

Freiburg richtet Register für Therapie wiederkehrender Harnsteine ein

Dienstag, 18. Juni 2019

/remik44992, stock.adobe.com

Freiburg – Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert den Aufbau eines „Nationalen Registers für rezidivierende Steinerkrankungen des oberen Harntraktes“ unter Leitung des Universitätsklinikums Freiburg. Ziel sei es, die vorhan­denen Informationen digital nutzbar zu machen und für die Entwicklung zielgerichteter individueller Therapien einzusetzen, erläuterte der Projektleiter Martin Schönthaler, Oberarzt an der Klinik für Urologie des Universitätsklinikums.

Insgesamt beteiligen sich zehn urologische Universitätskliniken an dem Projekt. Dafür sollen bereits vorhandene Daten aus den Klinikinformationssystemen der beteiligten Zentren in aufbereiteter Form genutzt und durch Angaben aus einer Patienten-App ergänzt werden.

Anzeige

Das Register soll Fragestellungen aus drei Bereichen beantworten: Welche Auswir­kun­gen hat die Erkrankung auf Lebensqualität und Arbeitsfähigkeit der Betroffenen? Welche Risikofaktoren für wiederkehrende Harnsteine gibt es, etwa im Lebensstil und der Ernährung? Welche Therapie hilft welchem Patienten am besten?

Aus diesen Informationen will das Forschungsteam ein Ranking erstellen, das das Ri­siko eines einzelnen Patienten abbildet sowie die Therapieempfehlung stärker perso­na­lisieren. „Das Projekt kann einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der diag­nostischen, therapeutischen und vorbeugenden Maßnahmen für Menschen mit wie­derkehrenden Harnsteinen leisten“, so Schönthaler.

Im Verlauf soll sich das Projekt für weitere Universitätskliniken, nicht-universitäre Ein­richtungen und ambulante Versorger öffnen. An der Projektleitung sind am Universi­täts­klinikum Freiburg neben der Klinik für Urologie auch die Sektion Versorgungs­for­schung und Rehabilitationsforschung, das Institut für Medizinische Biometrie und Sta­tistik sowie von der Universität Erlangen das Institut für Medizininformatik, Biome­trie und Epidemiologie beteiligt. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

13. Januar 2020
Hamburg – Die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) für dessen Nutzenbewertung des Prostatakarzinomscreenings
Urologen kritisieren IQWiG für Nutzenbewertung des PSA-Tests
11. Oktober 2019
Köln – Hodenkrebs ist selten, wird auch ohne regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen in den meisten Fällen rechtzeitig erkannt und ist gut behandelbar. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des
IQWiG erachtet Screening auf Hodenkrebs nicht als empfehlenswert
10. Oktober 2019
Brisbane – Australische Forscher haben erstmals Chlamydien im Hoden von Menschen gefunden. Der Nachweis gelang laut dem Bericht in Human Reproduction (2019; doi: 10.1093/humrep/dez169) bei Männern,
Chlamydien in Hoden nachgewiesen – Mögliche Ursache einer Infertilität
22. Juli 2019
Hamburg – Die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) hat eine aktualisierte Leitlinie des Niveaus S2k „Diagnostik, Therapie und Metaphylaxe der Urolithiasis“ vorgestellt. Sie enthält 132
Urologen stellen aktualisierte Leitlinie zu Harnsteinen vor
4. Juli 2019
Freiburg/Mannheim/Düsseldorf – Eine neue S3-Leitlinie „Hämorrhoidalleiden“ haben Experten verschiedener Fachgesellschaft unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Koloproktologie (DGK)
Neue S3-Leitlinie zu Hämorrhoidalleiden
1. Juli 2019
Würzburg/Homburg – Liegt bei älteren Frauen eine behandlungswürdige Senkung am Beckenboden oder eine Blasenschwäche vor, wird ihnen oft von einer Operation abgeraten. Eine retrospektive monozentrische
Auch ältere Patientinnen profitieren von OP bei Blasenschwäche
3. Januar 2019
St. Louis/Missouri – Können Patienten mit überaktiver Blase sich künftig am Smartphone den Füllungsstand ihrer Blase anzeigen lassen und ihre Miktion kontrollieren? Die technischen Voraussetzungen
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER