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Politik

Linke will höhere Abgabe für Nichtbeschäftigung von Menschen mit Behinderung

Dienstag, 18. Juni 2019

/nullplus, stockadobecom

Osnabrück – Die Linke setzt sich für mehr Arbeitsplätze für Schwerbehinderte ein. Die Sozialexpertin der Partei, Sabine Zimmermann, forderte dazu in der Neuen Osnabrü­cker Zeitung höhere Ausgleichsabgaben für Unternehmen, die nicht den vorgeschrie­be­­nen Anteil an Schwerbehinderten einstellen. Derzeit sei Deutschland von einem inklusiven Arbeitsmarkt weit entfernt.

Der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Ingo Kramer, wies die Forderung zurück. Für mehr Inklusion brauche es einen Gedan­kenaustausch zwischen Unternehmen. Beispiele machten deutlich, dass die Beschäf­ti­gung von Menschen mit Behinderungen „nicht Sozialromantik, sondern betriebswirt­schaftlich sinnvoll“ sei, so Kramer.

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Es fehle allerdings in vielen Betrieben an Informa­tio­nen über Unterstützungsangebote. Eine Änderung solle jetzt die Initiative „Ein­stellung zählt“ bringen, die der Aufklärung diene.

Die Ausgleichsabgabe müssen Betriebe zahlen, die keine oder weniger als den vorge­schriebenen Anteil von fünf Prozent an Mitarbeitern mit Behinderung beschäftigen. Mit dem Geld werden andere Arbeitsplätze für Schwerbehinderte etwa auch in Inklusions­be­trieben gefördert.

Laut Bundesagentur für Arbeit (BA) erhielten 2018 nur 16,9 Prozent der zuvor arbeits­losen Schwerbehinderten einen Job auf dem regulären Arbeitsmarkt. Der übrigen Schwerbehinderten fielen demnach aus der Statistik, weil sie etwa als arbeitsunfähig eingestuft wurden, in einer Arbeitsmaßnahme unterkamen oder in Vorruhestand gingen. © kna/aerzteblatt.de

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