NewsPolitikEckpunkte für Medizinstudium in Cottbus angekündigt
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Eckpunkte für Medizinstudium in Cottbus angekündigt

Montag, 17. Juni 2019

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Wissenschaftsministerin Martina Münch (beide SPD) /dpa

Cottbus – Die Pläne für eine medizinische Hochschulausbildung in der Lausitz werden konkreter. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Wissenschaftsminis­terin Martina Münch (beide SPD) kündigten heute in Cottbus an, dass noch in diesem Monat Eckpunkte für den Aufbau einer staatlichen medizinischen Hochschule in der Region vorliegen werden.

Bis Ende 2020 soll dann ein Konzept für die „Modellregion Gesundheit Lausitz“ stehen. Zum Wintersemester 2023/24 soll nach Angaben von Münch mit den ersten 100 Studie­ren­den der Lehrbetrieb aufgenommen werden.

Anzeige

Das sei „sehr ambitioniert“, sagte die Ministerin. Man müsse sich aber solche Ziele set­zen um voranzukommen. Als Ausbildungsstätte für die Studierenden ist das Carl-Thiem-Klinikum in Cottbus vorgesehen, das zu einem Universitätsklinikum ausgebaut werden soll. Münch übergab dafür 450.000 Euro Fördermittel des Landes.

Woidke nannte sowohl die Medizinerausbildung als auch das gesamte Gesundheits­kon­zept für die Lausitz einen wichtigen Punkt für die Strukturentwicklung. Damit seien bis zu 1.500 zusätzliche Arbeitsplätze für die Region verbunden. Der Ministerpräsident hatte zuvor der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) zugesagt, dass sie mit der geplanten Ärzteausbildung in der Lausitz gestärkt wird.

Der Ärztliche Direktor das Klinikums, Götz Brodermann, sieht die Modellregion Lausitz als „Ausgangspunkt für ein neues Denken in der Gesundheitsversorgung“. Sein Klini­kum habe als größtes Krankenhaus zwischen Berlin und Dresden dafür ein gutes Fun­dament. Das Klinikum hat 2.500 Beschäftigte.

Das Land Sachsen unterstützt nach eigenen Angaben das Projekt, um die medizini­sche Versorgung in der gesamten Lausitz zu stärken und Ausbildungs- und Arbeits­möglichkeiten für junge Mediziner zu gewährleisten. Darunter sollen Görlitz und Weisswasser sein.

Das Vorhaben gehört zu den Leuchtturmprojekten Brandenburgs. Das Projekt ist im Eckpunktepapier des Bundes zum Strukturstärkungsgesetz verankert, das die Bun­des­regierung am 22. Mai beschlossen hat.

Das Land Brandenburg ist mit dem Bund noch in verschiedenen Abstimmungsgesprä­chen, insbesondere wegen der Finanzierung. Das Projekt soll Teil des 18 Milliarden Euro umfassenden Gesamtpakets für die gesamte Lausitz durch den Ausstieg aus der Braunkohle sein. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #106024
Mabued
am Montag, 24. Juni 2019, 18:39

Liebe Politiker - wann werdet Ihr endlich wach!?

Liebe Politiker - wann werdet Ihr endlich wach!?
1972 Abi - 6 Jahre auf Studienplatz gewartet - in den 6 Jahren 4 Ausbildungen absolviert - 4 jungen Menschen also die Ausbildungsplätze weggenommen - mit 65 Jahren in Rente - hätte ich 6 Jahre länger als Arzt gearbeitet: Steuermehreinnahmen von ca. 500.000€ ...
LNS

Nachrichten zum Thema

30. Juni 2020
Dortmund – Die Stiftung für Hochschulzulassung (SfH) hat für das Sommersemester 2020 eine positive Bilanz zum abgeschlossenen Vergabe- und Koordinierungsverfahren gezogen. Erstmals konnten dabei die
Medizinstudium: Reformiertes Zulassungsverfahren kommt überwiegend gut an
23. Juni 2020
Berlin – Obwohl das digitale Studium während der COVID-19-Pandemie nach Angaben von Studierenden besser läuft als gedacht, steigt gleichzeitig die mentale Belastung. Trotz umfangreicher Nutzung von
Studierende bewerten digitale Lehre als positiv, aber auch mental belastend
22. Juni 2020
Erfurt – Nach Ansicht der Thüringer SPD-Fraktion sollte die Zahl der Medizinstudienplätze in Thüringen um zehn Prozent angehoben werden. Ein entsprechender Antrag soll dem Vernehmen nach morgen mit
SPD in Thüringen will junge Mediziner mit Landarztquote aufs Land locken
18. Juni 2020
Gütersloh – Fast tausend Studenten in Deutschland studieren Medizin oder Pharmazie ohne Abitur. Voraussetzung sind ein Abschluss in einem Gesundheitsberuf oder der Pflege und mindestens drei Jahre
Fast tausend Medizinstudierende in Deutschland ohne Abitur
17. Juni 2020
Jena – Die Kontaktbeschränkungen wegen der Coronapandemie stellen die Lehre in den Universitätskliniken vor große Herausforderungen. Auch die Lehrverantwortlichen am Universitätsklinikum Jena standen
Medizinstudium in Jena: Viele Vorlesungen online verfügbar
15. Juni 2020
München – Die neue Landarztquote in Bayern verschafft 114 Kandidaten – auch ohne Einserabitur – die Chance auf einen Medizinstudienplatz. Dafür müssen sie sich per Vertrag verpflichten, mindestens
114 Bewerber beim Run auf Studienplätze für Landärzte erfolgreich
15. Juni 2020
Potsdam – Nach dem schweren Ausbruch von SARS-CoV-2 im Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann im März hat die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen drei leitende Ärzte und die damalige Geschäftsführung
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER