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Politik

Krankenhausverband wünscht sich Investitionsschub für Digitalisierung

Dienstag, 18. Juni 2019

/rocketclips, stockadobecom

Berlin – Die katholischen Krankenhäuser in Deutschland haben Bund und Ländern zu einem Investitionsprogramm für die Digitalisierung im Krankenhaus aufgerufen.

In füh­renden Wirtschaftsbranchen wie der Automobilindustrie oder dem Maschinenbau seien Investitionen in Höhe von bis zu zehn Prozent jährlich für die Digitalisierung üb­lich, er­klärte der stellvertretende Vorsitzende des Katholischen Krankenhausverbands Deutsch­lands (kkvd), Ingo Morell, gestern in Berlin. Deutsche Krankenhäuser schaff­ten allenfalls, rund zwei Prozent ihres Gesamtbudgets für digitale Lösungen zu ver­wenden.

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Morell äußerte sich bei einer Anhörung zum Digitale-Versorgungs-Gesetz des Bun­des­ge­­sundheitsministeriums. In seiner jetzigen Form werde der Gesetzentwurf nicht die Ver­besserungen für Patienten bringen, die möglich wären, sagte er.

Fehlende Investitionen in digitale Anwendungen gefährdeten die Zukunftsfähigkeit der Krankenhäuser. Über ihre Betriebskosten könnten die Kliniken digitale Innovationen nicht stemmen. Die Einnah­men aus Fallpauschalen müssten aus Sicht des kkvd auch weiterhin direkt der Patien­ten­versorgung zugutekommen.

Eine bessere Versorgung der Patienten und verbesserte Arbeitsbedingungen der Mit­ar­beitenden durch Digitalisierung könnten nur durch ein Sonderprogramm von Bund und Ländern als Anschubfinanzierung gelingen, so Morell. Dabei müsse insbesondere die Versorgung älterer Patienten und der Bevölkerung im ländlichen Raum im Blick bleiben. © kna/aerzteblatt.de

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