NewsAuslandMillionen Syrer benötigen weiter humanitäre Hilfe
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Millionen Syrer benötigen weiter humanitäre Hilfe

Dienstag, 18. Juni 2019

/dpa

Berlin – Zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) auf die nach wie vor schwierige Lage von Millionen Syrern hingewiesen. „Obwohl die Lage sich in vielen Gebieten des Landes weiter stabilisiert hat, bleiben die Lebensumstände für Millionen Menschen dramatisch“, sagte der Leiter für Internationale Zusammenar­beit beim DRK, Christof Johnen, gestern. Der Bedarf an humanitärer Hilfe sei weiter­hin um ein Vielfaches höher als das effektive Hilfsangebot.

„Besonders besorgniserregend ist aktuell die Lebenssituation von Millionen Syrerinnen und Syrern in der umkämpften Region Idlib“, so Johnen. Allein in den vergangenen Wo­­chen hätten 180.000 Menschen, die in Idlib ursprünglich Schutz suchten, wieder vor Bomben und Übergriffen fliehen müssen. Immer wieder würden Schulen, Kranken­häuser und Flüchtlingslager gezielt angegriffen.

Anzeige

Mehr als fünf Millionen Syrer sind vor Gewalt aus ihrem Land geflohen. Mehr als sechs Millionen befinden sich in Syrien auf der Flucht – das ist nach DRK-Angaben die derzeit höchste Zahl an Binnenvertriebenen weltweit. Das DRK hat seit 2012 zu­sammen mit seiner syrischen Schwestergesellschaft bislang fast 400.000 Nahrungs­mittelpakete und 1,3 Millionen Pakete mit Hygieneartikeln in Syrien ausgeliefert.

Den Weltflüchtlingstag gibt es seit 2001. Jedes Jahr am 20. Juni finden in etwa hun­dert Ländern Veranstaltungen statt, mit denen die Teilnehmenden ihre Solidarität mit Flücht­lingen zum Ausdruck bringen. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

9. Juli 2020
Brüssel/Athen – Hunderte geflüchtete Kinder und Jugendliche werden nach Angaben der EU-Kommission in den kommenden Monaten aus Griechenland in andere EU-Staaten umgesiedelt. Bereits vorgestern und
Weitere Flüchtlingskinder werden aus Griechenland umgesiedelt
9. Juli 2020
Berlin – In Folge der Coronapandemie könnten einem Bericht zufolge bis zum Jahresende täglich weltweit bis zu 12.000 Menschen an Hunger sterben – möglicherweise sogar mehr als an der Krankheit selbst.
Bericht: 12.000 Tote täglich als Folge der Krise möglich
9. Juli 2020
Rom – Die italienische Küstenwache hat ein Fahrverbot für das deutsche Rettungsschiff „Sea Watch 3“ verhängt. Als Grund gab sie am Mittwochabend „technische und operative“ Sicherheitsmängel und
Italiens Küstenwache verhängt Fahrverbot für „Sea Watch 3“
8. Juli 2020
New York – Eine Blockade im UN-Sicherheitsrat gefährdet die humanitäre Hilfe für Millionen Notleidende in Syrien. Russland und China verhinderten gestern eine deutsch-belgische Resolution zur
Vetos im UN-Sicherheitsrat blockieren Hilfe für Syrer
7. Juli 2020
Brüssel – Auf der Suche nach einer Lösung für die Seenotrettung kommen die EU-Staaten nicht voran. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) betonte zwar heute nach Beratungen mit seinen
Seenotrettung: EU-Staaten finden keine Lösung
7. Juli 2020
Genf – Bei den Kämpfen in der Region Idlib in Nordwestsyrien sind Ende 2019 und Anfang 2020 nach Einschätzung der UNO zahlreiche Kriegsverbrechen und möglicherweise Verbrechen gegen die Menschlichkeit
UNO prangert Kriegsverbrechen bei Kämpfen um Idlib an
7. Juli 2020
Bonn – Die Welthungerhilfe hat vor verheerenden Folgen der Coronapandemie für die ärmsten Menschen gewarnt. Die Zahl der Hungernden drohe weltweit auf eine Milliarde Menschen anzusteigen, erklärte die
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER