NewsÄrzteschaftFrauenärzte warnen vor Cannabiskonsum in der Schwangerschaft
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Frauenärzte warnen vor Cannabiskonsum in der Schwangerschaft

Dienstag, 18. Juni 2019

/dpa

München – Frauenärzte haben vor dem Cannabisrauchen in der Schwangerschaft gewarnt. „Da das Gehirn des ungeborenen Babys sich von Tag zu Tag weiter ent­wickelt, wirkt Cannabis genau wie Alkohol nicht einfach nur als Droge, sondern als Gift“, erklärte Christian Albring, Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte, heute in München.

Vielfach werde Cannabis für eine harmlose Droge gehalten, und Schwangere gingen davon aus, dass das dem Baby nicht schade. „Aber das ist falsch“, sagte der Facharzt anlässlich des bevorstehenden Weltdrogentags.

Anzeige

Er betonte, es sei zwar unklar, wie viele Frauen mit dem Cannabisrauchen aufhörten, wenn sie schwanger würden. Vor allem Frauen, die legale oder illegale Drogen regel­mäßig und in größeren Mengen konsumierten, dürfte die Abstinenz aber schwer fallen, sagte er.

Dem Berufsverband zufolge gibt sehr deutliche Hinweise darauf, dass sich die Funk­tions­weise des kindlichen Gehirns dauerhaft verändert, wenn die Mutter während der Schwangerschaft Cannabis konsumiert.

Dies geschehe unabhängig vom Nikotin und anderen Giftstoffen, die beim Marihuana­rauchen mit inhaliert würden. Die Veränderun­gen des Gehirns ließen sich demnach in einer Studie aus den Niederlanden sogar noch bei sechsjährigen Kindern feststellen.

© afp/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

13. August 2020
Ottawa – Die Inhaltsstoffe der Cannabisdroge, die über die Plazenta in den fetalen Kreislauf gelangen, könnten die vorgeburtliche Entwicklung stören. Zu den möglichen Folgen gehört nach einer Studie
Cannabiskonsum in der Schwangerschaft könnte Autismusrisiko erhöhen
6. August 2020
Berlin – Die Unabhängige Patientenberatung (UPD) warnt vor Wissenslücken bei Verbrauchern, die Gesundheitsprodukte oder Lebensmittel mit Cannabidiol (CBD) kaufen. Vielen seien die Risiken nicht
Patientenberatung warnt vor Informationsdefiziten bei CBD-Produkten
8. Juli 2020
New York – Die Legalisierung von Cannabis war im US-Staat Colorado mit einem Anstieg der Verkehrsunfälle assoziiert, während im Staat Washington laut einer Analyse in JAMA Internal Medicine (2020;
USA: Führt die Legalisierung von Cannabis zu mehr Verkehrsunfällen?
7. Juli 2020
Mannheim – Forscher vom Mannheimer Zentralinstitut (ZI) für Seelische Gesundheit wollen jungen Menschen per App den Ausstieg aus der Cannabissucht erleichtern. „Wir versuchen die guten Gefühle, die
Cannabis: Institut will App zur Suchtentwöhnung erforschen
29. Mai 2020
Berlin – Jugendliche sollen erstmals mit einer Kampagne in den sozialen Medien über die gesundheitlichen Risiken des Marihuanakonsums aufgeklärt werden. Die Bundesdrogenbeauftragte Daniela Ludwig
Cannabisaufklärung für Jugendliche gestartet
21. April 2020
Bernau/Karlsruhe − Ein Richter aus Bernau lässt das Cannabisverbot in Deutschland vom Bundesverfassungsgericht prüfen. Jugendrichter Andreas Müller hat eine entsprechende Vorlage nach Karlsruhe
Richter lässt Cannabisverbot in Karlsruhe prüfen
8. April 2020
Berlin – Ein in Berlin geplanter Modellversuch zur kontrollierten Abgabe von Cannabis als Genussmittel kann voraussichtlich nicht in die Tat umgesetzt werden. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER