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Forscher untersuchen Einsatz von Webcams auf Frühchenstationen

Dienstag, 18. Juni 2019

Tobilander stock.adobe.com

Köln – Den Einsatz von Webcams für die ortsunabhängige Echtzeitbeobachtung von Kindern auf Frühchenstationen untersuchen Wissenschaftler des Instituts für Medizin­soziologie, Versorgungsforschung und Rehabilitationswissenschaft der Universität zu Köln gemeinsam mit der Neonatologie der Uniklinik Bonn und mit der Uniklinik Köln.

Im Rahmen von „Neo-CamCare“ wollen die Wissenschaftler rechtliche Rahmenbedin­g­ungen klären, zum Beispiel zum Datenschutz. Gleichzeitig sollen der Bedarf, mögli­che Hürden und die Bedenken der Eltern untersucht werden. Ziel ist, auf Basis der erhobenen Daten und der gewonnenen Erkenntnisse eine Handlungshilfe für Eltern und Klinikmitarbeiter zu entwickeln. Der Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundes­ausschusses fördert das Vor­haben mit 1,9 Millionen Euro. 

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„Mütter und Väter haben nicht immer die Möglichkeit, dauerhaft im Krankenhaus bei ihrem Kind zu sein. Diese räumliche Trennung bringt oft eine Belastung für die Eltern und die Eltern-Kind-Beziehung mit sich“, erläuterte Nadine Scholten von der Universi­tät zu Köln. „Neo-CamCare“ soll das Potenzial abschätzen, das Webcams bieten, um die Eltern-Kind-Beziehung zu verbessern und psychische Belastungen durch die Trennung von Eltern und Kind abzubauen, so die Projektleiterin.

Jährlich kommen in Deutschland knapp 10.500 sehr kleine Frühchen mit einem Ge­burtsgewicht von unter 1.500 Gramm auf die Welt. Sie werden meist über einen lan­gen Zeitraum in Perinatalzentren intensivmedizinisch versorgt. Der Webcam-Service steht bisher nur auf einigen wenigen Frühgeborenen-Intensivstationen in Deutschland zur Verfügung.

An dem Projekt beteiligen sich auch die Forschungsstelle Datenschutz der Goethe-Universität Frankfurt sowie die Techniker Krankenkasse und die DAK-Gesundheit. © hil/aerzteblatt.de

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