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Ambrosiavorkommen haben sich in Baden-Württemberg erhöht

Mittwoch, 19. Juni 2019

/dpa

Karlsruhe – Die hochallergene Pflanze Beifuß-Ambrosie verbreitet sich in Baden-Württemberg immer großflächiger und nimmt dabei laut Umweltexperten zunehmend auch Ackerflächen in Beschlag. Auch an Straßenrändern sei die Vermehrung deutlich vorangeschritten, sagte Constanze Buhk von der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW). Die Landesbehörde rief heute dazu auf, Bestände der Pflanze zu melden und noch vor Beginn der Blüte zu bekämpfen.

Buhks Worten zufolge hat vor allem die Zahl der entlang des Rheingrabens, im Kraich­gau und Richtung Stuttgart wuchernden Pflanzen zugenommen: Die gemelde­ten Großvorkommen – also Gebiete mit mindestens hundert, nicht selten weit über tausend und in drei Fällen auch mehr als 100.000 Pflanzen – seien von 222 im Jahr 2017 auf 243 im vergangenen Jahr angewachsen. Auch die Zahl der bekannten Kleinvorkommen sowie die der aus privaten Gärten gemeldeten Bestände erhöhte sich demnach in diesem Zeitraum auf 501 (2017: 420) beziehungsweise 620 (2017: 613).

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Bedenklich sei, dass die Ambrosia inzwischen intensiv in die Äcker vordringe. Seit zwei Jahren würden dort erstmals auch Großbestände der Pflanze entdeckt, sagte Buhk. Wenn die Nutzpflanzen auf dem Acker noch klein seien und die Ambrosia­samen gleichzeitig zu keimen beginnen, „dann kann das die Feldfrucht intensiv schädigen“, sagte Buhk. Das zeigten Erfahrungen aus Brandenburg. „Viele Bauern kennen Ambrosia noch nicht als Problemunkraut.“

Laut Umwelt- und Landwirtschaftsministerium spielt Ambrosia auf Ackerflächen hin­gegen noch keine Rolle. Zumindest die Etablierung der Pflanze werde dort bisher verhindert, so die Ministerien. Über eine Meldepflicht von Ambrosiavorkommen werde nicht nachgedacht, auch nicht seitens des Sozialministeriums, wie die zuständigen Sprecher sagten. Beim Landesbauernverband in Baden-Württemberg sowie dem Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverband waren ebenfalls noch keine Probleme bekannt.

© dpa/aerzteblatt.de

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