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Ausland

Umfrage zeigt Vertrauenskrise bei Impfungen in Westeuropa

Mittwoch, 19. Juni 2019

/stalnyk, stock.adobe.com

London – Viele Europäer haben einer Umfrage zufolge ein großes Misstrauen gegen Impfungen. Nach den Daten der britischen Stiftung Wellcome Trust empfinden in Westeuropa lediglich 59 Prozent der befragten Menschen Impfungen als sehr oder zumindest einigermaßen sicher. Weltweit sind es mit 79 Prozent weit mehr.

Soziale Medien trügen zu den Vorbehalten gegen und Ängsten vor Impfungen bei, sagte Heidi Larson, von der London School of Hygiene and Tropical Medicine der Zeitung The Guardian. Für den Wellcome Global Monitor 2018 wurden mehr als 140 000 Menschen über 15 Jahren in mehr als 140 Ländern dazu befragt, was sie über das Impfen und andere Themen denken.

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In Bangladesch und Ruanda ist das Vertrauen in Impfungen demnach am höchsten. Innerhalb Westeuropas, wozu die Autoren auch Deutschland zählen, zeigten die Fran­zosen das größte Misstrauen, dort stuften lediglich 33 Prozent der Befragten Impfun­gen als sicher ein.

„Gerade in den reicheren Ländern, in denen wir nicht länger die schrecklichen Folgen von verhinderbaren Krankheiten sehen, sind Menschen mehr zurückhaltend“, sagte Larson mit Blick auf Diphtherie, Masern und Keuchhusten. Das sei jedoch ein Luxus, den man sich nicht leisten könne. Nur in zwei reichen Erdregionen, Nordeuropa und Nordamerika, war das Vertrauen in Impfungen mit 73 und 72 Prozent recht hoch.

In der Ukraine, in der es 2018 mehr als 53.000 Masernfälle gab, hätten lediglich 50 Prozent der Befragten Impfungen als sicher und effizient eingeschätzt. Misstrauen in staatliche Stellen gehe oftmals einher mit Zweifeln über die Sicherheit von Impfungen, fanden die Studienautoren weiter heraus.

Gerade junge Eltern müssten ihre Fragen zu Impfungen schnell und umfassend be­antwortet haben, sonst orientierten sie sich an den sozialen Medien, sagte Larson.

Dort verbreiteten sich schnell Fehlinformationen, auf die Forscher aber nicht reagieren könnten, weil sie in privaten Facebook-Gruppen oder anderen unzugänglichen Foren kursierten. Das Kinderhilfswerk Unicef hatte im März davor gewarnt, dass Masern weltweit alarmierende Ausmaße erreicht haben. © dpa/aerzteblatt.de

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MITDENKER
am Donnerstag, 27. Juni 2019, 11:53

Ethikrat hat auch wenig Vertrauen in die Impfpflicht

Leider noch nicht als "NEWS" im Ärzteblatt zu lesen:

http://impf-info.de/die-impfentscheidung/die-diskussion-über-die-impfpflicht/287-jens-allein-zu-haus-auch-der-ethikrat-lehnt-spahns-impfpflicht-ab.html
Avatar #759489
MITDENKER
am Dienstag, 25. Juni 2019, 16:25

Tetanusimpfmythos

Herr Adolar, seitdem ich diesen spannenden Artikel über Tetanus(Impfung) gelesen habe, kann ich nur sagen: Ich lasse mich jedenfalls nicht gegen Tetanus impfen:

https://ehgartner.blogspot.com/2018/10/mythos-tetanus-vom-nutzen-der.html

Lesen und Staunen...

By the Way: Scharlach kostete Tausenden das Leben - und verschwand ganz ohne Impfung. So wie viele andere Infektionskrankheiten bereits VOR Impfeinführung.
Avatar #107994
Adolar
am Donnerstag, 20. Juni 2019, 19:22

Lieber Rosenkohl,

ich habe den Eindruck, daß es Ihnen, wie auch den anderen "Impfgegnern", und glücklicherweise den meisten Europäern zu gut geht. Lange keine richtige Seuche mehr hier gehabt, und von Leuten mit Kinderlähmung sieht man auch nichts mehr. Ich wünsche Ihnen vor allem auch keinen Tetanus an den Hals, wenn Sie vielleicht mal wieder im Gärtchen Ihren Rosenkohl ausbuddeln. Selbstverständlich kostet Gesundheitsschutz Geld, und Forschung ist teuer. Ich bin jedenfalls sehr froh, daß wir hier die Fa. Merck haben.
Avatar #771555
Rosenkohl
am Donnerstag, 20. Juni 2019, 18:08

Heidi Larson

Heidi Larson ist nicht nur "von der London School of Hygiene and Tropical Medicine" sondern dort Direktorin des Vaccine Confidence Projects, das von Impfstoffherstellern mitfinanziert wird. Larson erhielt Forschungsgelder von der Gates-Stiftung https://www.who.int/immunization/sage/sage_wg_vaccine_hesitancy_apr12/en/ und war Beraterin für Merck und GlaxoSmithKline https://blogs.bmj.com/bmj/2016/05/16/heidi-larson-et-al-vaccine-crisis-in-china-act-now-to-rebuild-confidence/ .
Avatar #687997
Pro-Natur
am Mittwoch, 19. Juni 2019, 18:48

Soziale Medien machen impfkritisch?

Viel zu einfach gedacht. Man vergisst, dass alle sogenannte Impfkritiker anfangs impfUNkritisch waren. Sie änderten jedoch ihre Meinung aufgrund einer persönlichen negativen Erfahrung mit Impfungen und/oder welche aus der Familie oder dem Freundeskreis. Ihre Erfahrungen haben sie ausgewertet, recherchiert, ausgetauscht und verglichen mit anderen Betroffenen (möglicherweise über soziale Medien aber nicht nur). Immer mehr Menschen werden impfskeptisch weil es zu viele Schadensfälle gegeben hat.
Avatar #687997
Pro-Natur
am Mittwoch, 19. Juni 2019, 18:35

Schlussfolgerung Impfpflicht?

Die Impfbereitschaft korrespondiert mit dem Bildungsgrad der Bevölkerung. Besonders Menschen, die in der Lage sind zu reflektieren und selbständig zu recherchieren, werden nach negativen Erfahrungen mit Impfungen in ihrem Umfeld weniger bereit zu impfen sein, als Menschen aus Bangladesch und Ruanda.
LNS

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