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Ausland

Kinder demonstrieren in Madrid gegen das Ende des Klimaschutzes

Donnerstag, 20. Juni 2019

/dpa

Madrid – Hunderte Kinder haben in Madrid gegen das angekündigte Ende des Klima­schutzes in der spanischen Hauptstadt protestiert. Die Schüler von mindestens sechs Schulen im Zentrum Madrids sowie zahlreiche Eltern und Lehrer hätten gestern vor Unterrichtsbeginn gegen die Pläne der neuen konservativen Stadtverwaltung demons­triert, berichteten die Zeitung El País und andere Medien.

Die meisten Demonstranten – darunter auch sehr kleine Kinder – trugen Atemschutz­masken. Es gab Pappschilder mit Aufschriften wie „Keine Abgase in meiner Schule“. Der neue Bürgermeister José Luis Martínez-Almeida hatte angekündigt, dass er das Vorzeigeprojekt seiner linksgerichteten Vorgängerin Manuela Carmena demontieren wolle.

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Das Klimaschutz- und Verkehrsberuhigungs-Programm „Madrid Central“ war erst Ende November in Kraft getreten. Der Politiker der konservativen Volkspartei (PP) ordnete bereits eine erste Maßnahme an: Ab dem 1. Juli soll es keine Geldstrafen mehr für jene Autofahrer geben, die gegen die Beschränkungen verstoßen.

Gegen das Vorhaben des Rathauschefs, der seit Samstag mit Unterstützung der libe­ralen Ciudadanos und der Rechtspopulisten von Vox regiert, erhoben nicht nur Schü­ler Protest. Knapp 150.000 Menschen hatten bis gestern Nachmittag eine Online-Pe­tition gegen das Ende von „Madrid Central“ unterzeichnet.

Im 472 Hektar großen Sperr­gebiet des Projekts, in dem seit gut sechs Monaten nur noch Anwohner und Fahrzeuge des öffentlichen Verkehrs fahren dürfen, seien die Stickstoffdioxid-Emis­sionen bereits um 38 Prozent zurückgegangen.

Das Verkehrsaufkommen auf Hauptstraßen wie der Gran Vía habe sich um 24 Pro­zent reduziert, heißt es in der Petition. Die hohe Luftverschmutzung fordert in Spanien nach Angaben von Umweltverbänden jedes Jahr mehr als 30.000 Menschenleben, davon rund 2.000 allein in der Hauptstadt. Madrid wurde deshalb mehrmals von der Europäischen Union abgemahnt. © dpa/aerzteblatt.de

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