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Medizin

Koronare Herzkrankheit hat häufig genetische Ursachen

Freitag, 21. Juni 2019

3D-Grafik zeigt ein Herz und eine DNA-Doppelhelix. /4designersart, stock.adobe.com
/4designersart, stock.adobe.com

New York – Die Koronare Herzkrankheit, die lange allein auf einen ungesunden Lebensstil mit kardiometabolischen Risikofaktoren zurückgeführt wurde, hat auch eine genetische Komponente. Darauf sind nach einer Studie im Journal of the American College of Cardiology etwa ein Drittel aller Erkrankungen zurückzuführen (2019; doi: 10.1016/j.jacc.2019.03.520).

Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist die häufigste Herzkrankheit und eine der häufigsten Todesursachen weltweit. Die Pathogenese ist allgemein bekannt. In den Wänden der Koronargefäße bilden sich Atherome, die das Lumen der Herzkranzgefäße einengen. Wenn schließlich das Endothel über einem atherosklerotischen Plaque aufreißt, bildet sich ein Thrombus, der das Gefäß verlegt und die Sauerstoffversorgung unterbricht. Der Herzinfarkt kann sofort zum Tod führen. Häufiger ist heute die Entwick­lung einer ischämischen Kardiomyopathie, die nach Jahren zur Herzinsuffizienz führt und die Lebenserwartung verkürzt.

Die Ursachen der koronaren Herzkrankheit wurden lange Zeit allein in den kardiometabolischen Risikofaktoren gesehen, zu denen ein hoher Blutdruck, hohe Cholesterinwerte und die Stoffwechselstörungen beim Typ 2-Diabetes zählen. Hinzu kommen Tabakrauchen und ein Bewegungsmangel.

Seit etwa einem Jahrzehnt ist die genetische Komponente ins Blickfeld der Forschung gerückt. In Genom-weiten Assoziationsstudien (GWAS) haben Forscher zahlreiche Genvarianten gefunden, die mit einem erhöhten Herzinfarktrisiko einhergehen.

Genregulationsnetzwerke erklären weitere 10 % des KHK-Risikos

Seit kurzem wird die Beteiligung von Genregulationsnetzwerken (GRN) untersucht. Es handelt sich um Gruppen von Genen, denen bestimmte Funktionen zugeordnet werden.

Ein Team um Johan Björkegren von der Icahn School of Medicine in New York hat jetzt den Anteil der GRN am KHK-Risiko in 9 GWAS mit mehr als 13.000 europäischen Patienten untersucht, die einer gleich großen Zahl von Kontrollen gegenübergestellt wurden.

Die Forscher fanden 28 GRN, an denen zwischen 24 und 841 Gene beteiligt waren. Sie erklären laut der Studie insgesamt 10 % des attributablen Risikos. Es muss zu den bereits bekannten 22 % der Erkrankungen addiert werden, die bereits in den GWAS ermittelt wurden. Damit könnte der genetische Anteil an der KHK bei insgesamt 32 % liegen.

Den größten Einfluss hatten 7 GRN, die in der Arterienwand die atherosklerotischen Veränderungen vorantreiben, und 9 GRN, die im viszeralen Fettgewebe vermutlich die Zusammensetzung der Blutfette beeinflussen. © rme/aerzteblatt.de

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Kommentare

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Avatar #748578
Ferdinand Wolfbeißer
am Samstag, 13. Juli 2019, 08:49

Drohende Schrumpfung der Nachfrage

Um bei den Menschen die Vorstellung aufrecht zu erhalten, dass die Arteriosklerose ein komplexer Prozess ist, ist natürlich wichtig, eine ebenso komplexe Theorie für ihre Ursache zu haben. Wenn sich nämlich herumsprechen würde, dass es sich mit der Arteriosklerose so verhält, wie auf der Seite http://members.chello.at/meinewebseite/Emai.htm beschrieben, würde das zu einen ruinösen Rückgang bei der Nachfrage nach Angeboten des Wirtschaftssektors Krankheit führen: http://members.chello.at/meinewebseite/Egoismus.JPG
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