NewsVermischtesAusgaben für künstliche Befruchtung in Sachsen-Anhalt auf Vorjahresniveau
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Ausgaben für künstliche Befruchtung in Sachsen-Anhalt auf Vorjahresniveau

Donnerstag, 20. Juni 2019

 /MidoSemsem, stock.adobe.com

Halle – Sachsen-Anhalt und der Bund haben im vergangenen Jahr rund 324.000 Euro ausgegeben, um Paaren aus Sachsen-Anhalt mit unerfülltem Kinderwunsch zu Nach­wuchs zu verhelfen. 2017 lagen die Ausgaben mit etwa 319.000 Euro leicht darunter. Das teilte das Landesverwaltungsamt in Halle auf Nachfrage mit.

Demnach bewegten sich auch die Bewilligungen auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. Gab es 2017 noch 527 Bewilligungen sanke die Zahl 2018 auf 497 Zusagen. Bis Mitte Juni dieses Jahres seien 215 Bewilligungen ausgesprochen worden, hieß es.

Anzeige

Die Zahlen des Landesverwaltungsamts zeigen auch, dass der überwiegende Teil der Anträge erfolgreich ist. Im vergangenen Jahr gingen bei der Behörde beispielsweise 534 Anträge ein, 497 Bewilligungen wurden ausgesprochen. Bis Mitte Juni dieses Jahres wurden 280 Anträge gestellt und 215 Bewilligungen erteilt.

Der überwiegende Anteil der Paare, die Unterstützung beantragen, ist verheiratet. Rund 18 Prozent wa­ren im vergangenen Jahr nicht verheiratet. Im vergangenen Jahr kam den Landes­verwaltungsamt zufolge ein Antrag von einem gleichgeschlechtlichen Paar.

Zu den häufigsten Gründen für die Ablehnung der Anträge gehört laut der Behörde, dass die Behandlung ohne ersichtlichen Grund in einer Klinik außerhalb Sachsen-An­halts durchgeführt wird. Auch weil kein gemeinsamer Wohnsitz im Land vorhanden ist, werden Anträge abgelehnt.

Aber auch die Altersgrenze spiele eine Rolle. Gefördert würden Frauen bis zur Vollen­dung des 40. Lebensjahres und Männer bis zur Vollendung des 50. Lebensjahres. Laut dem Landesverwaltungsamt teilen die Paare nach dem grünen Licht für die Förderung aber auch häufig mit, dass die Behandlung doch nicht durchgeführt wird. Die Gründe seien häufig gesundheitlicher oder auch persönlicher Art.

Behandlungen für den Kinderwunsch kosten mehrere Tausend Euro. Wie viel die Kran­kenkasse übernimmt, ist unterschiedlich. Auch die staatliche Förderung in den Bundesländern variiert. Seit 2010 fördert das Land Sachsen-Anhalt künstliche Be­fruchtungen. Seit Februar 2014 gibt auch der Bund Geld dazu.

Nach der aktuellen Förderrichtlinie können sowohl verheiratete wie auch nicht verhei­ratete Paare eine Unterstützung erhalten. Gefördert werden bis zu drei Behandlungs­ver­suche mit maximal 50 Prozent des Eigenanteils. Je nach Behandlungsmethode werden laut Landesverwaltungsamt höchstens 800 Euro oder 900 Euro gezahlt. Ins­ge­samt stünden für die Unterstützung ungewollt kinderloser Paare in diesem Jahr 501.600 Euro zur Verfügung. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

9. Juli 2020
Shanghai – Die sogenannte Vitrifikation, die an vielen Kliniken das langsame Tiefgefrieren der Embryonen abgelöst hat, war an einem großen chinesischen Zentrum mit einem deutlichen Rückgang der
IVF: Vitrifikation der Embryonen könnte zu weniger Schwangerschaften führen
25. Juni 2020
Berlin – Die Aufnahme des Social Freezing zur Familienplanung in den Leistungskatalog der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) ist nicht vorgesehen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung
Regierung: Social Freezing wird keine Kassenleistung
24. April 2020
Berlin – Der Richtlinienentwurf des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA) enthält nach wie vor den Vorschlag, dass Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die an Krebs erkrankt sind, von einer
G-BA-Richtlinie zur Kryokonservierung sieht weiterhin Altersgrenzen vor
19. Februar 2020
Paris – Eine In-vitro-Maturation ermöglicht die Verwendung von unreifen Eizellen, die dem Ovar ohne vorherige Hormonbehandlung entnommen werden. In Frankreich wurde das Verfahren weltweit erstmals
Weltpremiere: Krebspatientin wird 5 Jahre nach In-vitro-Maturation Mutter
17. Februar 2020
Düsseldorf – Die Beihilfe muss für die künstliche Befruchtung einer Lehrerin nicht zahlen, wenn ihr Ehemann älter als 50 Jahre ist. Das hat das Düsseldorfer Verwaltungsgericht heute entschieden (Az.:
Künstliche Befruchtung: Beihilfe muss bei Vater über 50 nicht zahlen
3. Februar 2020
Berlin – CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich zurückhaltend gegenüber Forderungen gezeigt, Eizellenspenden zu legalisieren. „Das ist wie bei allen Themen rund um den Schutz des Lebens für
Kramp-Karrenbauer zögert bei Legalisierung von Eizellspenden
31. Januar 2020
Berlin – Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren, die an Krebs erkrankt sind, droht der Ausschluss einer Kryokonservierung zulasten der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV). Das geht aus einem
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER