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Netzwerk erforscht Autoimmun­krankheiten mit Multi-Organ-Be­teiligung

Freitag, 21. Juni 2019

/angellodeco, stockadobecom

Freiburg – Ärzte und Wissenschaftler aus Freiburg, München, Kiel und Hannover wer­den im Rahmen des „German multi-organ Auto-Immunity Network“ (GAIN) Ursachen und Therapien von Autoimmunkrankheiten erforschen, die mehrere Organe betreffen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die Arbeit für zunächst drei Jahre mit rund drei Millionen Euro.

„Mit GAIN möchten wir die genetischen, epigenetischen und umweltbedingten Fakto­ren dieser schweren Erbkrankheiten besser verstehen. So können wir die Diagnose und Beratung betroffener Familien erleichtern und die Therapien verbessern“, sagte Projektleiter Bodo Grimbacher vom Centrum für Chronische Immundefizienz (CCI) am Universitätsklinikum Freiburg.

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Die Betroffenen haben typischerweise Entzündungen mehrerer Organe, zum Beispiel von Knochenmark, Darm, Lunge, Nieren, Haut und zentralem Nervensystem. Derarti­ge Krankheiten sind laut dem Netzwerk sehr selten, weshalb es oft lange dauere, bis Patienten die richtige Diagnose erhielten.

Bei GAIN widmen sich drei Forscherteams jeweils einer bekannten genetischen Ur­sa­che für Multi-Organ-Autoimmunerkrankungen, um die zugrundeliegende Fehlsteue­rung zu entschlüsseln. Drei weitere Forscherteams klären die Rolle spezifischer Im­mun­zelltypen und die mögliche epigenetische Regulation, die zum Ausbruch der Multi-Organ-Autoimmunität führen. Ein weiteres Forscherteam widmet sich der funktionellen Aufklärung neuartiger monogenetischer Ursachen von Autoimmunerkrankungen bei mehreren Organen.

Diese sieben Forscherteams werden durch Proben aus einer Biomaterialbank unter­stützt. In einem Patientenregister sollen zudem genetische, klinische und Labor-Daten sowie Daten zur Therapie und Lebensqualität von Patienten mit Multi-Organ-Autoim­munerkrankungen dokumentiert werden. Über dieses Register wollen die Forscher außerdem Patienten für eine begleitende klinische Studie rekrutieren, bei der die Sicherheit und Wirksamkeit eines Medikaments untersucht werden soll. © hil/aerzteblatt.de

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