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Demokratische Präsident­schaftsbewerber verteidigen Recht auf Abtreibung

Montag, 24. Juni 2019

/Olena Sokalska, stockadobecom

Columbia – Die demokratischen US-Präsidentschaftsbewerber haben bei einer Dis­kussionsveranstaltung zum Streitthema Abtreibung das Recht auf Schwangerschafts­abbrüche bekräftigt.

Die Kandidaten versprachen vorgestern bei der Konferenz der Organisation Planned Parenthood, sich im Fall ihrer Wahl zum Präsidenten für die freie Entscheidung schwan­gerer Frauen einzusetzen. An der Veranstaltung nahmen neben dem in Um­fragen vorne liegenden Ex-Vizepräsidenten Joe Biden auch die Senatoren Elizabeth Warren und Bernie Sanders teil.

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„Wir leben nicht im Jahr 1952. Ihr werdet Frauen nicht in die Küche einsperren, ihr werdet uns nicht sagen, was wir tun sollen“, sagte Warren bei der Konferenz in Co­lum­bia, an der 20 der 23 demokratischen Präsidentschaftsbewerber teilnahmen. Biden versprach, das Grundsatzurteil des Obersten Gerichtshofs aus dem Jahr 1973 über die landesweite Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen in Gesetzesform zu gießen.

Der 76-Jährige hatte zuvor einen Schwenk in seiner Haltung zu Abtreibungen vollzo­gen und sich dafür ausgesprochen, künftig auch Bundesmittel für Abtreibungen aus­zu­geben, die nicht nach einer Vergewaltigung oder wegen Gesundheitsgefahren für die Mutter vorgenommen werden.

Das Thema ist in den USA derzeit heftig umstritten. Mehrere Bundesstaaten hatten die Abtreibungsgesetze zuletzt massiv verschärft. Wegen des Grundsatzurteils des Obersten Gerichtshofs wurden die neuen Vorschriften bislang zwar nicht umgesetzt. Doch auch die Regierung von Präsident Donald Trump versucht, die bestehenden Regelungen zu verschärfen. © afp/aerzteblatt.de

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