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Politik

Rheinland-Pfalz will Landarztquote im Medizinstudium in diesem Jahr beschließen

Montag, 24. Juni 2019

/dpa

Mainz – Der Gesetzentwurf zur Landarztquote für Medizinstudierende kommt voraus­sichtlich kurz nach der Sommerpause in den rheinland-pfälzischen Landtag. Unmittel­bar nach der Sommerpause werde sich zunächst das Kabinett ein zweites Mal damit be­fassen, teilte das Ge­sund­heits­mi­nis­terium auf Anfrage mit.

Direkt danach werde der Entwurf zur weiteren Behandlung dem Parlament zugeleitet. „Das Ziel ist es, dass der Gesetzentwurf noch in diesem Jahr vom Landtag beschlos­sen wird“, hieß es aus dem Ge­sund­heits­mi­nis­terium.

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Geplant ist nach früheren Angaben, dass bis zu zehn Prozent aller Medizinstudien­plätze an Bewerber gehen, die sich später zehn Jahre als Hausarzt in einem Gebiet mit aktu­eller oder künftig drohender Unterversorgung verpflichten. Wer die Verpflich­tung nicht erfüllt, dem soll eine Strafe drohen. Mit der Quote will die Landesregierung dem Ärzte­mangel auf dem Land begegnen.

Die oppositionelle CDU-Fraktion hatte kürzlich moniert, dass die Landarztquote end­lich kommen müsse und seit Verkündung des Vorhabens schon zu viel Zeit verstri­chen sei. Sie fordert außerdem, dass die Zahl der Studienplätze für Humanmedizin von derzeit 430 im Jahr künftig um jeweils 200 per anno erhöht werde.

Bis zum Jahr 2023 müssten immerhin knapp 3.500 niedergelassene Ärzte im Land ersetzt werden. Bislang wird ein Medizinstudium in Rheinland-Pfalz nur in Mainz an­geboten. Ab dem Wintersemester 2020/21 soll es für einige Studenten auch in Trier eine klinische Ausbildung geben. © dpa/aerzteblatt.de

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