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Politik

Krankenhäuser in Brandenburg sollen Gesundheitszentren werden

Montag, 24. Juni 2019

/tomhanisch, stockadobecom

Potsdam – Brandenburgs Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij (Linke) will Krankenhäuser in den ländlichen Regionen zu Gesundheitszentren ausbauen. Dort sollen Ärzte sowohl in der stationären Versorgung als auch in der ambulanten Be­handlung von Patienten tätig sein, sagte Karawanskij heute in Potsdam.

Künftig sollten dort auch weitere Leistungen wie Pflege und häusliche Unterstützung vermittelt werden. Dazu soll die Zusammenarbeit zwischen den Trägern der Einrich­tungen verbessert und neue Finanzierungsmodelle entwickelt werden. „Die Landes­re­gierung steht weiter dazu, alle Krankenhausstandorte zu erhalten – aber nicht in der heutigen Form“, betonte Karawanskij.

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Zukunftsweisend sei der Umbau von Krankenhäusern der Regelversorgung zu am­bu­lant-stationären Zentren. In Templin (Uckermark) wurde dafür bereits in der vergange­nen Woche der Grundstein für den Umbau gelegt. Als nächste sind die Krankenhäu­ser in Prenzlau (Uckermark) und Strausberg (Märkisch-Oderland) in der Planung.

Hintergrund der Neuausrichtungen ist die demografische Entwicklung in der Branden­burger Provinz. Nach einer Bevölkerungsprognose des Statistischen Landesamtes soll die Bevölkerungszahl etwa im Raum Templin bis zum Jahr 2040 um fast ein Viertel abnehmen, während die Zahl der Bürger im Alter über 65 Jahre um 43 Prozent stei­gen soll.

Diese Entwicklung mache es zunehmend schwierig, die gesamte Palette medizini­scher Versorgung für die Patienten in erreichbarer Nähe zu erhalten, sagte die Minis­terin. Zumal auch die schon derzeit zu wenigen Fachärzte in die Jahre kommen: Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg ist knapp ein Drittel der Bran­­denburger Hausärzte älter als 60 Jahre und geht somit bald in den Ruhestand.

Daher hat Brandenburg auch ein Stipendien-Programm für Medizinstudenten aufge­legt: Vom Wintersemester an können diese bis zu 1.000 Euro monatlich erhalten, wenn sie sich nach dem Studium zu einer Tätigkeit in den ländlichen Regionen verpflichten. © dpa/aerzteblatt.de

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