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Neuer Spitzenwert bei der Biopharmazeutika­zulassung

Dienstag, 25. Juni 2019

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Frankfurt – Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 38 Biopharmazeutika zugelassen, also Medikamente aus gentechnischer Herstellung. 24 davon beruhten auf einem neuen Wirkstoff, die übrigen waren Biosimilars, also Nachbildungen von Original-Biopharmazeutika nach deren Patentablauf. Das geht aus dem neuen Branchenreports „Medizinische Biotechnologie in Deutschland 2019“ hervor. Er wurde von dem Beratungsunternehmen Boston Consulting Group (BCG) für den Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) erarbeitet. 

Danach betrug der Umsatz mit Biopharmazeutika 2018 11,4 Milliarden Euro im ambulanten und Krankenhausbereich zusammen gegenüber 10,2 Milliarden Euro 2017 – fast 12 Prozent mehr als im Vorjahr.. Sie erreichten damit 27,4 % Marktanteil (zuvor 26,0 %).

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Die Branche war laut dem Report auch 2018 in Deutschland ein Jobmotor: Ihre Belegschaft wuchs um sechs Prozent auf 49.700 Mitarbeiter.

„Die medizinische Biotechnologie ist therapeutisch wie ökonomisch stark“, sagte Frank Mathias, Vorsitzender von „vfa bio“ und Geschäftsführer der Rentschler Biopharma SE bei der Vorstellung des Reports in Frankfurt am Main. Er forderte, Deutschland sollte in diesem Bereich noch entschlossener vorangehen: „Dazu zählt, für kleine und mittlere Unternehmen mehr Innovationskapital zu mobilisieren. Dazu gehört auch, die Digitalisierung im Gesundheitswesen voranzubringen, um wichtige Erkenntnisquellen für kommende Innovationen zu erschließen und die Versorgung der Patienten zu verbessern“, so Mathias.

Pharma- und Biotech-Unternehmen böten Patienten immer ausgefeiltere Hilfsmittel zur Selbstanwendung der Medikamente und unterstützten deren regelmäßige und korrekte Anwendung mit Patientenbegleitprogrammen, erklärte Judith Wallenstein, Senior Partnerin bei BCG. Dank solcher Patienten-zentrierten Entwicklungen führten Therapieerfolge beim Einzelnen auch zu gesamtgesellschaftlichen Verbesserungen wie weniger Arbeitsausfällen und Frühverrentungen. „So wird ein Mehrwehrt für das gesamte Gesundheitswesen geschaffen“, betonte Wallenstein. 

Der Biotech-Report 2019 beleuchtet auch den Teil des Biopharmazeutika-Marktes, in dem Original-Biopharmazeutika mit Biosimilars im Wettbewerb stehen. In den Anwendungsgebieten, in denen es Biosimilars seit mindestens einem Jahr gibt, kommen sie laut dem Report auf einen Marktanteil von 38 Prozent. „Das zeigt dass Biosimilars zu einem sehr relevanten Marktfaktor geworden sind, weil Ärzte sie schnell und häufig einsetzen. Dementsprechend brauchen sie auch keine weiteren politischen Interventionen wie die automatische Substitution in der Apotheke. Sie können aus eigener Kraft im Wettbewerb bestehen“, so Mathias. 

© hil/aerzteblatt.de

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