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Vermischtes

13 Prozent der Versicherten haben Terminservicestellen genutzt

Dienstag, 25. Juni 2019

/dpa

Düsseldorf – Die Bürger in Deutschland wissen zu einem größeren Teil nur wenig über die Terminservicestellen bei den Kassenärztlichen Vereinigungen, die einen schnellen Termin beim Facharzt gewährleisten sollen. Das berichtet die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC nach einer Befragung von 1.000 Bürgern zu den aktuellen politischen Vorhaben der Bundesregierung im Gesundheitsbereich.

Danach kennen zwar 71 Prozent der Bürger die Servicestellen, doch lediglich 13 Pro­zent der Deutschen haben sie bislang genutzt. Dies liegt laut den Studienautoren ver­mutlich an mangelnder Kenntnis. So seien nur 49 Prozent der Bürger darüber infor­miert, dass die Wartezeit auf einen Termin beim Facharzt maximal vier Wochen be­tragen darf.

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Lediglich 17 Prozent wissen, dass Patienten einen ambulanten Behandlungstermin in einem Krankenhaus wahrnehmen können, wenn der Dienst keinen Termin beim Fach­arzt innerhalb von vier Wochen vermitteln kann. Unter den wenigen, die bereits die Terminservicestelle genutzt haben, ist die Zufrie­den­heit aber hoch – 88 Prozent wür­den den Dienst wieder in Anspruch nehmen.

Der Ausbau der Terminservicestellen ist ein Kern des neuen Terminservice- und Ver­sorgungsgesetzes (TSVG), das im Mai 2019 in Kraft getreten ist. Es sieht vor, die Stellen bis Anfang 2020 zu Servicestellen für ambulante Versorgung und Notfälle weiterzuentwickeln. Sie sollen dann über die bundesweit einheitliche Notdienst­num­mer 116117 täglich 24 Stunden an sieben Tagen pro Woche erreichbar sein.

Laut der PwC-Befragung können sich 65 Prozent der Bürger vorstellen, die künftige zentrale Anlaufstelle für Patienten unter der einheitlichen Rufnummer 116117 zu kontaktieren. © hil/aerzteblatt.de

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Frank Wendel
am Dienstag, 25. Juni 2019, 23:49

"die einen schnellen Termin beim Facharzt gewährleisten sollen"

bis zu vier Wochen …

… schön wäre es auch, eine Anlaufstelle zu haben für als dringlich gekennzeichnete Überweisungen. Zwangsweise hangelt man sich telefonisch von Praxis zu Praxis, ob nun besetzt, oder Anrufbeantworter, der einem erzählt, daß er voll ist, oder Annahmestopp bis … oder nur (noch) für stationäre Patienten …

… dann versuchts mans mal bei der zentralen Terminvergabestelle, wird erst 3 Minuten von einer Bandansage zugetextet, verbleibt dann ca. 20 Minuten in der Warteschleife, um dann zu erfahren, daß sie nur für Termine in dem oben erwähnten 4-Wochen-Raster bestimmt ist …

Wenn 100% den Dienst nutzten, dann würde man wohl ca. 3 Stunden benötigen, um mal ein menschliches Wesen ans andere Ende zu bekommen …

Auch bleibt zu hoffen, daß die 116117 sich zu dem entwickelt, was beabsichtigt ist, den momentanen Ansprüchen wird der Service jedenfall nicht immer gerecht.
LNS

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