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EU fördert Mitochondrien­forschung in Göttingen

Mittwoch, 26. Juni 2019

/rh2010, stockadobecom

Göttingen – Der Europäische Forschungsrat (ERC) fördert die Arbeiten von Stefan Jakobs, Forschungsgruppenleiter an der Klinik für Neurologie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und am Max-Planck-Institut (MPI) für biophysikalische Chemie, mit 2,3 Millionen Euro. Mit der Förderung wollen Jakobs und sein Team Mitochondrien genauer untersuchen.

Mitochondrien besitzen eine glatte äußere und eine stark eingefaltete innere Mem­bran. Diese innere Membran ist für die Funktion der Mitochondrien als Energielieferant entscheidend. Veränderungen dieser inneren Struktur der Mitochondrien beeinflussen direkt die Funktion von Zellen. 

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Forschungsfragen der Arbeitsgruppe für die kommenden fünf Jahre sind unter ande­rem, wie die Membraneinstülpungen innerhalb der Mitochondrien entstehen, welche Proteine zusammenarbeiten, um diese Struktur aufrechtzuerhalten, und wie eine ver­änderte innere Mitochondrienarchitektur zu Krankheiten beiträgt.

„Insbesondere Nerven- und Herzmuskelzellen benötigen viel Energie und reagieren daher sehr empfindlich auf Änderungen ihres Energieniveaus. Erkrankungen des Ge­­hirns, wie Alzheimer oder Parkinson, und Erkrankungen des Herzens können unter anderem mit krankhaft veränderten Mitochondrien in Verbindung gebracht werden“, hieß es aus der Arbeitsgruppe. 

Mit ihrer höchstdotierten Forschungsförderung, dem ERC Advanced Grant, fördert die Europäische Union vor allem Grundlagenforscher, die Antworten auf bisher ungelöste Fragen finden wollen, dabei neue Forschungsbereiche erschließen und neue Wis­sens­standards setzen. Der ERC Advanced Grant gibt etablierten Wissenschaftlern die finanzielle Freiheit und Unabhängigkeit, sich bis zu fünf Jahre auf ihre Forschung zu konzentrieren. © hil/aerzteblatt.de

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