NewsPolitikKabinett in Sachsen beschließt Programm gegen Ärztemangel
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Kabinett in Sachsen beschließt Programm gegen Ärztemangel

Dienstag, 25. Juni 2019

/dpa

Dresden – Sachsens Regierung hat ein 20-Punkte-Programm zur medizinischen Ver­sorgung beschlossen. Es sieht unter anderem die Einführung der Landarztquote, 100 zusätzliche Medizinstudienplätze und eine Mindestaufwandsentschädigung für Stu­denten im Praktischen Jahr in Akademischen Lehrpraxen und -krankenhäusern auf dem Lande vor.

Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) sprach heute von einer Einigung nach langer Diskussion und einem Programm, das im Kern für mehr Ärzte und eine bessere Ver­sorgung stehe. Für die Umsetzung bis 2035 sind im Doppelhaushalt 2019/2020 be­reits rund 30 Millionen Euro eingeplant. Die Mittel zur Aufstockung der Studienplätze und weitere Maßnahmen im Hochschulbereich sollen im nächsten Etat folgen.

Anzeige

Neben der Weiterbildung des Ärztenachwuchses sollen Jobs auf dem Lande attrakti­ver werden durch Innovationen und neue Lösungen, sagte Klepsch unter Verweis auf die Telemedizin. Weitere Maßnahmen sind lokale Gesundheitszentren, mobile Arzt- oder Satellitenpraxen und Patientenbusse. Auch die Digitalisierung soll helfen, Patien­ten weite Wege zu ersparen und den Ärzten Zeit.

Laut Ministerium droht in 24 von 47 Regionen eine Unterversorgung mit Hausärzten. Vor allem auf dem Land, aber auch in Chemnitz werde es immer schwieriger, Ver­tragsarztsitze wieder zu besetzen. Anfang 2019 waren 255 Hausarztstellen sowie 29 Stellen im öffentlichen Gesundheitswesen offen. Nachwuchsmangel gibt es regional auch bei Kinder- und Jugend-, Augen- und Hautärzten oder Psychiatern. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

23. August 2019
Kiel – Eine feste Landarztquote in Medizinstudiengängen hat die AfD als Mittel gegen den Ärztemangel in Schleswig-Holstein gefordert. „Das ist im Norden ein wachsendes Problem“, sagte der
AfD schlägt Landarztquote im Medizinstudium für Schleswig-Holstein vor
23. August 2019
Dortmund – Die Menschen auf dem Land in Westfalen-Lippe sind häufiger als in der Großstadt der Auffassung, ihre Versorgung durch Ärzte und Krankenhäuser sei schlechter geworden. Das ist Ergebnis einer
Westfalen-Lippe: Umfrage zeigt wachsende Unzufriedenheit über Versorgung auf dem Land
22. August 2019
Mainz – Rheinland-Pfalz will eine Landarztquote einführen. Ab dem Wintersemester 2020/21 sollen die ersten 16 oder 17 jungen Menschen auch ohne Einser-Abitur Medizin studieren können, wenn sie danach
Landtag in Rheinland-Pfalz befasst sich mit Landarztquote fürs Medizinstudium
22. August 2019
Saarbrücken – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Saarland befürchtet, dass sich der Hausärztemangel im Land weiter verschärfen wird. Aktuell gebe es 40 freie Hausarztstellen, die Zahl werde sich
Verschärfung statt Beruhigung beim Hausärztemangel im Saarland
21. August 2019
Potsdam – Das Landärztestipendium der Brandenburger Landesregierung ist bereits in der ersten Runde sehr gefragt. Für das beginnende Wintersemester seien bei der Kassenärztlichen Vereinigung
Medizinstudium: 74 Anträge für Landärztestipendium in Brandenburg
16. August 2019
Berlin – Hohes Vertrauen, aber Überschätzung der Dringlichkeit des eigenen gesundheitlichen Anliegens: Laut der alljährlichen Versichertenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV)
Dringlichkeit von Terminen wird oft überschätzt
15. August 2019
Kollnburg – Mit einem Verweis auf ihren Beziehungsstatus bei der Suche nach einem Hausarzt für eine niederbayerische Gemeinde hat Bürgermeisterin Josefa Schmid (45, FDP) offensichtlich ins Schwarze
LNS LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER