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Politik

Fachkommission legt Ausbildungspläne für die Pflege vor

Mittwoch, 26. Juni 2019

/dpa

Berlin – Rund ein halbes Jahr vor dem Start der neuen generalistischen Pflegeaus­bil­dung wird diese auch inhaltlich mit Leben gefüllt: Eine Fachkommission hat jetzt Rah­menlehr- und Rahmenausbildungspläne an das Bundesgesundheits- (BMG) und das Bundes­familienministerium (BMFSFJ) übergeben. „Voraussetzung für gute Pflege sind gute Fachkenntnisse. Deshalb haben wir die Pflegeausbildung umfassend moder­ni­siert“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

Das im Sommer 2017 in Kraft getretene Pflegeberufegesetz sieht vor, dass alle Aus­zu­bildenden zwei Jahre lang eine gemeinsame, generalistisch ausgerichtete Ausbildung erhalten, in der sie einen Vertiefungsbereich in der praktischen Ausbildung wählen.

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Auszubildende, die im dritten Ausbildungsjahr die generalistische Ausbildung fortset­zen, erwerben den Berufsabschluss „Pflegefachfrau“ beziehungsweise „Pflegefach­mann“. Auszubildende, die ihren Schwerpunkt in der Pflege alter Menschen oder der Versorgung von Kindern und Jugendlichen sehen, können wählen, ob sie – statt die generalistische Ausbildung fortzusetzen – einen gesonderten Abschluss in der Alten­pflege oder Gesundheits- und Kinderkrankenpflege erwerben wollen. Die neue Aus­bildung soll ab 2020 gelten.

„Erstmals gibt es bundesweite Rahmenpläne für die Ausbildung in der Pflege. Das ist ein wichtiger Schritt, damit die Pflegeberufereform erfolgreich umgesetzt werden kann. Die Rahmenpläne helfen den Pflegeschulen und Trägern der praktischen Ausbildung bei der Ausgestaltung der Ausbildungsinhalte“, sagte Bundesfamilienministerin Fran­zis­ka Giffey (SPD) zu der jetzt vorliegenden Arbeit der Fachkommission.

Die Rahmenpläne enthalten konkrete Vorschläge für die inhaltliche Ausgestaltung der neuen Pflegeausbildungen. Sie werden jetzt geprüft und den Pflegeschulen bezieh­ungs­weise den Trägern der praktischen Ausbildung danach kostenfrei zur Verfügung gestellt. „Die Rahmenpläne entfalten als Orientierungshilfe zur Umsetzung der Ausbil­dung nach dem Pflegeberufegesetz und der Pflegeberufe-Ausbildungs- und Prüfungs­verordnung empfehlende Wirkung für die Lehrpläne der Länder und die schulinternen Curricula der Pflegeschulen“, hieß es aus den beiden Ministerien.

Schätzungen zufolge gibt es derzeit rund 6.000 Ausbildungsplätze in der Kinderkran­kenpflege und 130.000 in der Kranken- und Altenpflege. Die Zahl der Menschen, die eine Pflegeausbildung machen wollen, stieg zuletzt an. Zum Schuljahr 2016/17 haben bundesweit etwa 63.200 Jugendliche eine Berufsausbildung im Bereich Pflege be­gonnen. © hil/kna/aerzteblatt.de

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