NewsVermischtesSehr hohe Generikaquote bei Schmerzmitteln
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Sehr hohe Generikaquote bei Schmerzmitteln

Donnerstag, 27. Juni 2019

/bilderstoeckchen, stockadobecom

Berlin – Patienten in Deutschland, denen ein Arzt ein Analgetikum verschreibt, erhal­ten in aller Regel nicht ein Original, sondern ein günstigeres Generikum. Laut dem Branchen­verband Pro Generika liegt Quote der wirkstoffgleichen Nachahmerprodukte bei Schmerzmitteln mittlerweile bei 93,7 Prozent.

„Generische Analgetika haben an der Behandlung von Schmerzpatienten einen be­trächtlichen Anteil und stellen eine tragende Säule der Versorgung dar“, hieß es aus dem Branchenverband. Das gelte für die ärztlich verordneten Arzneimittel, aber auch für nicht verschreibungspflichtige Präparate, bei den Patienten als Selbstzahler meist das günstige Generikum wählten.

Anzeige

Laut Pro Generika wurden Schmerzmittel im Jahr 2018 in Deutschland insgesamt 56.376.242 mal verordnet. Analgetika seien außerdem die absatzstärkste Arzneimittel­gruppe im Apothekenmarkt im ersten Quartal 2019.

In den vergangenen 20 Jahren ist der Anteil der Opioidanalgetika laut dem Verband stetig gestiegen. Im Augenblick würden sie doppelt so oft verordnet wie die nichtopioi­den Schmerzmittel. Diese seien allerdings in Teilen häufig rezeptfrei und würden nur in Ausnahmefällen zulasten der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung verschrieben.

Nach Auffassung der Bundesregierung ist das Risiko für eine Opioidkrise wie in den USA in Deutschland allerdings gering. Das geht aus einer Antwort auf eine Kleine An­frage der FDP-Fraktion im Bundestag hervor.

Auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) verwies im Mai diesen Jahres auf Deutschland als ein gutes Beispiel dafür, wie Ge­sundheitssysteme mit Opioiden umgehen sollten. Die Organisation warnt aber, in Deutschland würden vergleichsweise viele Opioide verschrieben und konsumiert.

„Deutschland sollte deshalb darauf achten, dass die Balance zwischen angemesse­nem, schmerzlinderndem Einsatz und dem zu vermeidenden Risiko einer Suchtent­wick­lung nicht verloren geht“, so die OECD. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

14. Oktober 2019
Silver Spring – Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat mit dem Serotonin-Agonisten Lasmiditan ein neues Medikament zur Behandlung von Migräneattacken bei Erwachsenen zugelassen. Lasmiditan darf anders als
USA: Serotonin-Agonist Lasmiditan zur Behandlung von Migräneattacken zugelassen
9. Oktober 2019
Berlin/Bonn – Der Jour Fixe „Liefer- und Versorgungsengpässe bei Arzneimitteln“ beim Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat eine Empfehlung ausgearbeitet, wie im Rahmen der
Initiative soll Arzneimittelengpässen in Kliniken vorbeugen
9. Oktober 2019
Stuttgart – Neue Substanzen könnten für Migränepatienten, bei denen die Einnahme von Triptanen kontraindiziert ist, eine Therapieoption sein. Das haben Experten auf der Jahrestagung der Deutschen
Neue Substanzklassen für Akuttherapie der Migräne in klinischer Prüfung
4. Oktober 2019
New York – Ein Bündnis von US-Bundesstaaten geht rechtlich gegen millionenschwere Boni-Pläne des umstrittenen Schmerzmittel-Herstellers Purdue Pharma vor. Es gehe um Sondervergütungen in Höhe von 38
US-Bundesstaaten klagen gegen Millionen-Boni von Purdue Pharma
2. Oktober 2019
Washington – In der Opioid-Krise in den USA hat der Arzneimittel-Hersteller Johnson & Johnson einem Millionenvergleich zugestimmt. Der Pharmakonzern teilte gestern mit, sich mit den von der
Johnson & Johnson stimmt in US-Opioid-Krise Millionen-Vergleich zu
27. September 2019
Berlin – Referenzdatenbank für Arzneimittel, elektronische Verordnungen, Tele­ma­tik­infra­struk­tur: Union und SPD haben zum Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG), das heute in erster Lesung im Bundestag
Elektronische Verordnungen sollen ausgeweitet werden
27. September 2019
Düsseldorf – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat sich für eine schrittweise Einführung des papierlosen elektronischen Rezepts (E-Rezept) ausgesprochen. „Bei Fragen der Anwendung würde ich
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER