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Regulierung für Chemie in Spielzeug und Kosmetik soll besser werden

Donnerstag, 27. Juni 2019

/Antonioguillem, stockadobecom

Frankfurt/Brüssel – Die Chemieindustrie geht auf Kritiker zu, die vor möglicherweise gefährlichen Chemikalien in Spielzeug, Nahrung oder Kosmetika warnen. Die Branche will die Umsetzung der Chemikalienverordnung REACH verbessern.

Unternehmen würden die jeweiligen Dossiers mit einem freiwilligen mehrjährigen Aktionsplan überprüfen und „falls notwendig an die heutigen Anforderungen anpass­en“, teilte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) mit. Der gestern in Brüssel vorgestellte europaweite Plan werde in Kooperation mit der Europäischen Chemika­lien­agentur ECHA umgesetzt.

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Chemie-Firmen müssen belegen, dass ihre Stoffe sicher sind. Die Branche hat mit dem Mammutprojekt REACH seit 2007 die verschiedenen Vorschriften in der EU zu­sammengeführt. Mehr als 95.000 Dossiers für rund 22.000 Stoffe wie Pigmente, Lö­sungsmittel oder Arzneien wurden laut VCI mit Milliardenausgaben angefertigt.

REACH verpflichtet Firmen, alle in Europa hergestellten oder nach Europa importier­ten Stoffe bei größeren Mengen bei der ECHA zu registrieren. Wenn die Behörde keine Gefahren sieht, gibt sie grünes Licht für den Einsatz.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung und das Umweltbundesamt hatten aber die Qualität der Dossiers bemängelt. Jüngst kritisierte die Umweltorganisation BUND, es würden Chemikalien als ordnungsgemäß registriert und in Alltagsprodukten einge­setzt, obwohl Daten zu möglichen Gefahren fehlten. Auch würden Verstöße kaum sanktioniert.

Der VCI hatte diese Kritik auch an Branchenriesen zurückgewiesen. „Die Branche trägt das Ziel der Verordnung uneingeschränkt mit, ein hohes Schutzniveau für die mensch­liche Gesundheit und die Umwelt sicherzustellen“, erklärte nun VCI-Hauptge­schäftsführer Utz Tillmann.

Der neue Aktionsplan leiste dazu einen wichtigen Beitrag. Zuletzt hatte auch die ECHA Handlungsbedarf bei der Regulierung festgestellt, aber sich gegen den Vorwurf eigener Versäumnisse gewehrt. Sie will nun die REACH-Dokumente häufiger kon­trollieren. © dpa/aerzteblatt.de

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