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Medizin

Neue Datenbank katalogisiert mehr als 1.000 Synapsenproteine

Dienstag, 2. Juli 2019

Synapsen bestehen aus über 1000 verschiedenen Proteinen. /Leibniz-Instituts für Neurobiologie
Synapsen bestehen aus über 1000 verschiedenen Proteinen. Diese bilden dabei vielfältige funktionelle Netzwerke, die miteinander interagieren und Nervenzellsignale weiterleiten. /Leibniz-Instituts für Neurobiologie

Magdeburg/Amsterdam – Eine neue Datenbank soll Zusammenhänge zwischen genetischen Variationen von Synapsen und geistigen Fähigkeiten oder Hirnerkran­kungen beim Menschen aufzeigen. Die erste Version der SynGo-Datenbank (Synaptic Gene Ontologies) steht Forschern weltweit jetzt online zur Verfügung. Im Fachmagazin Neuron berichtet das interantionale Autorenteam darüber (2019; doi: 10.1016/j.neuron.2019.05.002). 

„Bisher fehlte eine Datenbank mit gesicherten Informationen zu allen synaptischen Proteinen, durch die man sich einfach durchklicken kann“, berichten die Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Neurobiologie (LIN) und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU), die an der Entwicklung beteiligt waren. Unter dem Dach des internationalen Gene Ontology (GO) Konsortiums arbeiten im SynGO-Netzwerk weltweit 15 Labore zusammen.

„Das Einzigartige an der SynGO-Datenbank ist, dass sie die derzeit weltweit umfassendste Informationsquelle für die Funktion von Synapsenbausteinen und ihrer Gene ist“, sagt Eckart Gundelfinger, Geschäftsführender Direktor und Abteilungsleiter am LIN. Die Forscher haben mehr als 1.100 individuelle synaptische Proteine und deren Gene erfasst und nach ihren Eigenschaften katalogisiert.

Nutzer finden darin Informationen darüber, wo sich die Proteine innerhalb der Synapse befinden und welche Funktion sie haben. „Somit können Erkenntnisse über genetisch bedingte synaptische Störungen und dadurch bedingte Krankheiten, die man Synaptopathien nennt, miteinander in Bezug gesetzt werden“, erklärt Gundelfinger. 

Synapsen sind mikroskopisch kleine Strukturen zur Informationsübertragung. „Die Signalübertragung zwischen Nervenzellen wird durch eine große Zahl von Proteinen gesteuert, die auf beiden Seiten einer Synapse wichtige Funktionen ausüben und wahrscheinlich von einigen 1.000 Genen kodiert werden“, erläutert Michael Kreutz, Leiter der Arbeitsgruppe Neuroplastizität am LIN. Daniela Dieterich vom Institut für Pharmakologie und Toxikologie an der OVGU erklärt: „Variationen in synaptischen Genen hängen beispielsweise mit Intelligenz, Bildungsgrad, ADHS, Autismus und bipolarer Störung zusammen.“ © hil/aerzteblatt.de

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