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Ausland

Alarmstufe Rot wegen Hitze in Frankreich

Freitag, 28. Juni 2019

/picture alliance, XinHua

Paris – Erstmals hat der französische Wetterdienst wegen Hitze die Alarmstufe Rot in einigen Regionen des Landes ausgerufen. „Seien Sie vorsichtig, selbst gesunde Men­schen können geschwächt werden“, warnte der Wetterdienst Météo-France. In der überwiegenden Mehrheit der Departments des Landes herrscht Alarmstufe Orange. In Frankreich gibt es drei Warnstufen: gelb, orange, rot.

Frankreich ächzt seit Anfang der Woche unter der Hitzewelle. Schulausflüge und Sport­veranstaltungen oder sportliche Aktivitäten in Schulen wurden in den vier Depar­tements mit Alarmstufe Rot abgesagt oder verschoben, sagte Ge­sund­heits­mi­nis­terin Agnès Buzyn. Eltern sei es freigestellt, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Landes­weit sind dem Bildungsministerium zufolge 255 Gemeinden von Schulschließungen betroffen.

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Wegen der andauernden Hitze hatte Landwirtschaftsminister Didier Guillaume Tier­trans­porte in Frankreich vorerst verboten. In Paris gab es gestern erneut Fahrverbote wegen der hohen Ozonbelastung. Auch heute sollen die Einschränkungen noch an­halten. Bei der Hitzewelle 2003 waren in Frankreich Tausende Menschen gestorben – daher erlässt die Regierung jetzt zahlreiche Vorsichtsmaßnahmen.

Die Hitzewelle hatte Frankreich gestern einen neuen Temperaturrekord für Juni be­schert. In der Gemeinde Grospierres im südfranzösischen Département Ardèche wur­den 42 Grad gemessen, in dem Ort Saint-Julien-de-Peyrolas im Département Gard 41,9 Grad, teilte der Wetterdienst mit.

Der bisherige Temperaturrekord stammte vom 21. Juni 2003, als im südfranzösischen Lézignan-Corbières im Département Aude 41,5 Grad gemessen worden waren, wie Météo-France bestätigte.

Der neue Juni-Rekord könnte heute aber schon wieder gebrochen werden. Es soll noch heißer werden. In den vier Départements Bouches-du-Rhône, Gard, Hérault und Vaucluse in Südfrankreich werden außergewöhnliche Temperaturen zwischen 42 und 45 Grad erwartet. © dpa/aerzteblatt.de

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