NewsÄrzteschaftReinhardt wirft CDU Blockade von Tabakwerbeverbot vor
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Reinhardt wirft CDU Blockade von Tabakwerbeverbot vor

Freitag, 28. Juni 2019

/dpa

Osnabrück – Nach dem Scheitern eines Antrags der Grünen für ein Verbot von Tabak­werbung hat der neue Präsident der Bundes­ärzte­kammer (BÄK), Klaus Reinhardt, der CDU Blockadepolitik vorgeworfen.

„Wir fordern seit Jahren ein umfassendes Tabakwerbeverbot. Es ist für mich nicht nach­vollziehbar, dass sich Teile der CDU-Fraktion noch immer gegen diesen überfälli­gen Schritt sträuben“, sagte Reinhardt der Neuen Osnabrücker Zeitung. Großflächige Werbung für Zigaretten verleite auch und gerade junge Menschen zum Rauchen. „Damit muss jetzt wirklich mal Schluss sein“, erklärte Reinhardt.

Anzeige

Ein Antrag der Grünenfraktion auf ein Verbot für Tabakwerbeplakate war gestern im Bundestag gescheitert. Nur die FDP hatte sich den Grünen angeschlossen. Deutsch­land ist das letzte Land in der EU, das großflächige Werbung für Zigaretten zulässt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich vorgestern für ein vollständiges Ver­bot von Tabakwerbung ausgesprochen. Wenn es nach ihr gehe, werde es zu einem solchen Verbot kommen, sagte sie bei der Regierungsbefragung im Bundestag. Sie kündigte an, dass es bis zum Jahresende eine Stellungnahme ihrer Fraktion dazu geben werde.

Dazu sagte Ärztepräsident Reinhardt: „Ich bin der Bundeskanzlerin dankbar, dass sie sich klar und deutlich für ein Tabakwerbeverbot ausgesprochen hat.“ Merkel hatte aber auch von einem in der Unionsfraktion hoch umstrittenen Sachverhalt gesprochen.

In der vergangenen Wahlperiode war ein Anlauf für ein Außenwerbeverbot am Wider­spruch der Union gescheitert. Das Bundeskabinett stimmte 2016 zwar einem Entwurf zu, Tabakwerbung auf Plakatwänden und im Kino ab 2020 weitgehend zu verbieten.

Das Gesetz wurde aber nie beschlossen. Anfang dieses Jahres kam Bewegung in die fest­gefahrene Debatte. Die Fachpolitiker der Union im Bundestag einigten sich weit­gehend darauf, dass die bestehenden Beschränkungen auch auf Außenwerbung aus­geweitet werden sollen. © kna/afp/dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #754103
Biochemie
am Samstag, 29. Juni 2019, 13:05

Partein, Gruppen streiten um Tabakwerbeverbot?

Was denken den die Ärzte darüber?

Die logische Schlussfolgerung des Tabakverbotes ist, dass die Menschen in Deutschland weniger Rauchen.
Das rauchen ist eine Sucht, die überwiegend bei Menschen entsteht, die eine Lebensgeschichte haben die diese fördert.
Rauchen gehört nicht zu den Lebensmitteln und ist nicht Lebensnotwendig.
Das Sucht denken der betroffenen Menschen kann sich auch auf andere Süchte übertragen.
Wie Arbeit, Sex, viel Sport, Drogen, Essen mit bestimmten Zusatzstoffen, usw.

Was ist Tabakwerbeverbot?
Die hier angesprochene Parteienstreit bezieht sich auf Plakate und Kinowerbung.
Doch nicht nur diese wirkt auf das Gehirn.
Jede Szene in einem Film oder in der Öffentlichkeit wirkt als Werbung.
So auch das kaufen an der Kasse. Nur weniger da man nicht sieht, wie eine Person eine Zigarette in den Mund steckt und daran zieht.

Die Entscheidung ob eine Person in Deutschland nicht mehr Raucht, kann nur die Person alleine entscheiden. Sie muss also Lebensumstände haben, die sie motivieren, nicht mehr zu rauchen oder eine bewusste Sucht Verlagerung leben.

So würde ich folgendes als förderlich sehen:
Die Szenen in Filmen werden so gedreht, dass eine Abwertung der Person nicht stand findet doch das Gefühl einsteht nicht zu rauchen ist irgendwie besser, cooler, cleverer.
Das bedeutet Gleichschaltung der Medien, der Filme in dem Bezug auf Rauchen.
Dann wäre noch eine Möglichkeit, die Zigaretten nicht an der Kasse zu verkaufen, wo sie jeder sehen kann.

Eine Gesellschaft, in der es keine Menschen gibt mit einer Lebensgeschichte, die eine Sucht fördert, ist vermutlich nicht möglich.
So kann man durch Geschichten, aus verschieden Gesellschaftsschichten, versuchen aufzuklären und eine bewusste Sucht Verlagerung zu bewirken bei den einen oder anderen.

Grüße von Peter








Avatar #754103
Biochemie
am Samstag, 29. Juni 2019, 11:57

Tabakwerbung verbieten?

LNS

Nachrichten zum Thema

16. März 2020
Hannover – Ein halbes Jahr nach der Initiative mehrerer Länder im Bundesrat für ein Rauchverbot im Auto ist keine Entscheidung absehbar. Der Gesetzentwurf liege dem Bundestag vor, wann darüber beraten
Entscheidung zum Rauchverbot im Auto nicht absehbar
9. März 2020
Heidelberg/Berlin – Die Lunge von Rauchern ist gegenüber der Lunge von Nie-Rauchern deutlich vorgealtert. Das zeigen erste Ergebnisse der „NAKO Gesundheitsstudie“ (NAKO) , die jetzt in einem
Lunge von 45-jährigen Rauchern ist rund 20 Jahre vorgealtert
24. Februar 2020
Örebro – Kleinkinder von Müttern, die während der Schwangerschaft rauchen, haben im 1. Lebensjahr ein höheres Risiko für Knochenbrüche als Kinder von Müttern, die in der Schwangerschaft nicht geraucht
Kinder rauchender Mütter haben mehr Knochenbrüche
21. Februar 2020
Kiel – Der Landtag in Schleswig-Holstein hat ein landesweites Rauchverbot auf öffentlichen Spielplätzen beschlossen. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde heute bei Enthaltung von SPD und SSW
Schleswig-Holstein beschließt Rauchverbot auf Spielplätzen
20. Februar 2020
Berlin – Im europäischen Vergleich der Maßnahmen zur Eindämmung des Tabakkonsums belegt Deutschland den letzten Platz. Das zeigt die „Europäische Tabakkontrollskala 2019“, die heute bei der „European
Deutschland beim Kampf gegen Tabakkonsum auf letztem Platz in Europa
11. Februar 2020
Erfurt – Schockbilder auf Zigarettenschachteln sind aus Sicht des Thüringer Ge­sund­heits­mi­nis­teriums nur wenig geeignet, um vom Rauchen abzuschrecken. „Wissenschaftliche Evidenzen belegen, dass das
Ge­sund­heits­mi­nis­terium sieht wenig Nutzen in Schockfotos auf Tabakwaren
10. Februar 2020
Brüssel – Ein Päckchen Zigaretten für 2,57 Euro in Bulgarien – oder für 11,37 Euro in Irland: Der Unterschied bei Tabaksteuern in den EU-Staaten schadet aus Sicht der EU-Kommission dem Kampf gegen
LNS LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER